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Neues Display mit haptischen Feedback-Buttons

Das inForce-Display soll wahrlich interaktiv arbeiten – die mikrocontrollergesteuerten Pins erkennen Druck und reagieren darauf mit eigenem Feedback.

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Eine Hand drückt schmale Quader in einen Tisch. Die Quader werden in verschiedenen Farben angeleuchtet.

(Bild: Tangible Media Group / MIT Media Lab )

Interaktive Oberflächen, die einerseits auf Druck reagieren und andererseits als Signalgeber ihre Höhe verändern, waren bisher noch nicht allzu überzeugend. Ein neues Projekt des Media Lab vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) namens inForce soll deutlich realistischer arbeiten.

Das System umfasst eine Matrix aus 10 × 5 individuellen Pins, die mit Linearantrieben arbeiten und sowohl Druck erfassen, als auch ausüben können. Damit kann das inForce-Display in Echtzeit auf Eingaben von Nutzerinnen und Nutzern reagieren und haptisches Feedback liefern. So könnten Daten zu räumlicher Ausdehnung von Objekten, Reibung oder der Emulation von Material vermittelt werden.

Haptisches Feedback mit inForce (4 Bilder)

Das System könnte in der medizinischen Ausbildung eingesetzt werden.
(Bild: Tangible Media Group / MIT Media Lab )

Eine denkbare Anwendung sei das Erfühlen von dem internen Aufbau einer Struktur, wie etwa der Erdoberfläche: Drückt man mit der Hand die Pins herunter, ändert sich der Pin-Widerstand, je nachdem in welcher "Erdschicht" man sich gerade befindet. Dank der differenzierten Erkennung von ausgeübtem Druck könne es auch anders herum eingesetzt werden und Daten über Objekte sammeln, die auf das Display gelegt werden.

(Quelle: Tangible Media Group)

Für die Ansteuerung des Displays nutzen die Wissenschaftler zehn Teensy-3.2-Mikrocontroller, die über CAN mit jeweils fünf Motortreibern verbunden sind. Die Treiber steuern wiederum Linearaktuatoren. Der Einsatz von High-Performance-Aktuatoren mache die gezielte Positionierung möglich, während die Motortreiber die Daten zur aktuellen Position und ausgeübtem Druck liefern. Da sie über keine eingebauten Drucksensoren verfügen, berechnet das Team ihn über den aktuellen Stromverbrauch.

(hch)