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Neues, geekiges Leben für alte Handarbeit

Stickbilder müssen nicht auf dem Flohmarkt landen – ein Handarbeitskünstler zeigt, wie gut Nerdkultur gerade zu alten Gobelinen passt.

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Neues Leben für alte Handarbeit

Manchmal sind die Änderungen sehr subtil, die der Hannoveraner Künstler Philipp Eggersglüß in alte Stickereien einfügt. Dann düsen etwa Mario und Luigi am Bauernhof vorbei oder ein Gremlin sitzt als Haustier bei Pärchen auf dem Schoß. Wenn auf historischen Porträts Buttons aus der Dating-App Tinder auftauchen oder Godzilla gegen den dreiköpfigen König Ghidorah kämpft, ist allerdings klar: Hier stimmt etwas nicht.

Mit Motiven aus Filmen, Computerspielen oder aktuellen Memes upcyclet Eggersglüß Gobelins vom Flohmarkt, um ihnen "eine zweite Chance in modernen Wohnungen zu geben". Die Kreuzstiche der Gobelins wirken dabei von sich aus bereits sehr pixelig und erinnern an frühe Computergrafiken. Eine ideale Ausgangsbasis für Retrokunst. Beim Umarbeiten entfernt Eggersglüß erst Teile des ursprünglichen Bilds, um dann das neue Motiv von Hand einzusticken.

Stickbilder von Philipp Eggersglüß (8 Bilder)

Götterdämmerung
(Bild: Philipp Eggersglüß)

Mehr Motive gibt es ab morgen auf der Maker Faire in Berlin an Stand 106 zu sehen. Dort lässt Eggersglüß sich bei der Arbeit über die Schulter schauen und gibt Tipps, wie man selber alten Stickbildern neuen Schwung verleihen kann (hch)