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NeuroKnitting: Stricken mit Hirnströmen

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NeuroKnitting: Stricken mit Hirnströmen

Mal eine andere Art der Extrovertiertheit. Schal mit dem eigenen Hirnstrom-Muster.

Für das Kunstprojekt "NeuroKnitting" zeichneten Künstler die Hirnaktivität von Probanden auf, um diese dann mit der Open-Hardware-Strickmaschine Knitic zu einem individuellen Schal umzusetzen. Ein Schal visualisiert dabei die individuelle Reaktion auf das Hören der Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach. Laut der Projektseite lauschten die Probanden einer zehnminütigen Audiodatei.

Während der Musikberieselung zeichnete ein Epoc-Neuroheadset von Emotiv das dadurch beeinflusste EEG-Muster auf. Der Schal repräsentiert den Grad der Entspannung, Erregung und kognitiven Belastung als jeweils einzelne Strickmuster.

"NeuroKnitting" ist eine Zusammenarbeit zwischen den Künstlern Varvara Guljajeva und Mar Canet mit dem Forscher Sebastian Mealla. Das Knitic-Projekt selbst ist der Versuch traditionelle Strickmaschinen auf Basis der Arduino-Hardware weiterzuentwickeln. Dadurch soll digitale Technologie die Erzeugung von personalisierter, kreativer Mode ermöglichen. Bislang lassen sich Maschinen der Marke Brother 930, 940 und 970 aufwerten.

Das "NeuroKnitting"-Projekt nutzt Hirnströme als Ausdruck der Individualität.

[Update: 25.06.2013, 09:30 Uhr] Leider ist ein Mitschnitt der Audiodatei auf der Projektseite nicht verfügbar. Die Datei beinhaltet offenbar die Arie und Variation 1 bis 7 (von insgesamt 30). (ogo)