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Odroid C1: Raspberry-Pi-Konkurrent in den Startlöchern

Der Hersteller Hardkernel hat den Mini-PC Odroid C1 vorgestellt, der im Vergleich zum Raspberry Pi erheblich mehr Prozessorleistung bietet, preislich aber gleichauf liegt.

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Raspberry-Pi-Konkurrent in der Startlöchern

Der Bastelrechner Odroid C1 von Hardkernel besteht im Kern aus einem ARM-Cortex-A5 (ARMv7) mit vier Cores à 1,5 GHz, dem ein Grafikprozessor (Mali 450 MP2) mit OpenGLS-ES-Unterstützung zu Seite gestellt ist.

Der DDR3-RAM ist üppige 1 GByte groß, als Massenspeicher dienen aufsteckbare eMMC-Module oder MicroSD-Karten. Von wo das Board bootet, legt ein Jumper fest. Dank der ARMv7-Architektur läuft Ubuntu 14.04 auf dem Odroid C1, alternativ steht derzeit Android im Angebot. Das Board trägt vier USB-2.0-Ports sowie einen USB-OTG-Port. Für die Netzwerkanbindung ist ein Gigabit-Ethernet-Anschluss verbaut. Ein Micro-HDMI-Anschluss liefert Bild und Audio an ein Display, einen separaten Audio-Kanal gibt es nicht (auch kein I2S).

Die Anschlüsse im Detail erklärt

Wie beim bisherigen Odroid (X/U) erfolgt die Spannungsversorgung über eine separate Buchse. Ein 40-poliger Anschluss bietet Anschlüsse für Ein/Ausgabe, I2C, SPI, UART und Analog-Digital-Wandler. Daneben gibt es eigene Anschlüsse für eine serielle Schnittstelle, eine Echtzeituhr sowie einen Infrarotempfänger.

Auf der Webseite von Hardkernel ist der Bastelrechner mit 35 US-Dollar gelistet, als deutscher Händler ist Pollin angegeben. Derzeit findet man das Board jedoch noch nicht im Sortiment. Noch stehen erste Leistungstests aus, das Odroid C1 könnte aber den Raspberry in vielen Bereichen überflügeln. Schon das Odroid U3 war mit seinen vier Kernen erheblich performanter und machte selbst als Desktop-PC eine gute Figur. Auch rechenintensive Robotikanwendungen wie OpenCV laufen auf dem Odroid flüssiger. Allerdings kostet das Odroid U3 knapp 70 Euro.

Hardkernels direkter Versuch, langfristig einen Pi-Klone zu produzieren, scheiterte im September am Lieferstop des Chip-Hestellers Broadcom. (dab)