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Minirechner Odroid-N1 kommt doch nicht, Odroid-N2 angekündigt

Lieferschwierigkeiten beim RAM besiegeln das Schicksal des nächsten Odroid. Als Ersatz verspricht der Hersteller gleich den Übernächsten.

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Zu viel versprochen: Der Odroid-N1 war für die Mitte des Jahres angekündigt. In einer kurzen Mitteilung im eigenen Forum kündigte der Hersteller Hardkernel den Einplatinenrechner nun wieder ab. Der Grund dafür seien Schwierigkeiten in der Lieferkette. Das Design des Odroid-N1 setzte auf DDR3-RAM von Samsung und SK Hynix. Für die 4-Gigabyte-Version hätte man einen Gigabyte pro Chip benötigt – und genau diese Variante werde nicht mehr hergestellt.

Die Odroid-Designer standen somit vor der Alternative, entweder nur 2-Gigabyte-Boards zu produzieren oder auf LPDDR4-RAM umzusatteln. Ein Wechsel der RAM-Technologie hätte mehrere Monate in Anspruch genommen. So entschied man sich, kurzerhand den Odroid-N1 aufzugeben.

Stattdessen arbeite man an einem komplett neuen Board, dem Odroid-N2. Die Design-Ziele bleiben ähnlich: Der nächste Odroid soll mehr Leistung bieten als das bisherige Flaggschiff, der Odroid-XU4. Man setze auf besser verfügbaren DDR4-RAM und plane, den Rechner für wenigstens vier Jahre zu liefern. Die Produktion solle im September anlaufen.

Indes schweigt man sich über das System-on-a-Chip (SoC) aus. Aufgrund einer Geheimhaltungsvereinbarung mit dem Chip-Hersteller könne man dazu nur eines sagen: es ist nicht mehr Rockchip. Der für den Odroid-N1 vorgesehene Rockchip RK3399 ist auf Platinen einiger Odroid-Konkurrenten bereits zu haben – vielleicht ein zusätzlicher Grund für Hardkernels Rückzieher. (Peter Eisner) / (hch)