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Pangea Sun – ein modulares Open-Source-Notebook

Das Notebook nach dem Baukasten-Prinzip: Pangea Sun besteht aus Modulen, die man nach seinen Bedürfnissen kombinieren kann. Der Vorteil: Man muss nicht gleich ein neues Notebook kaufen, wenn der Prozessor veraltet ist.

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Modularer Laptop Pangea Sun

(Bild: pangeaelectronics.com)

Ein Start-up aus dem Berliner FabLab-Umfeld sucht per Crowdfunding auf Indiegogo Unterstützer für ihr umweltfreundliches modulares Notebook Pangea Sun. Nachhaltigkeit steht im Vordergrund des Projekts. So soll neben der Umwelt auch der soziale Aspekt eine wichtige Rolle spielen. Deshalb wollen die Entwickler den Pangea Sun in Kindia in Guinea produzieren. Das Know-How für die Produktion soll an einer ebenfalls in Kindia gelegenen Schule vermittelt werden. Die Finanzierung der Ausbildung gehört auch zu den Zielen des Crowdfundings.

Kann zum Beispiel das Notebook-Display die aktuell geforderte Auflösungen nicht mehr darstellen, ist das beim Pangea Sun kein Problem. Man tauscht einfach nur das Display-Modul statt den kompletten Rechner aus. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt. Außerdem kann man das alte Display an andere Pangea-Sun-Nutzer verschenken oder verkaufen. Gleiches gilt natürlich auch für alle anderen Module.

Kickstarter & Co.

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Ein besonderes Merkmal ist die Quelloffenheit des Pangea Sun. Weil das den Entwicklern noch nicht genug ist, stellen sie ein optionales Open-Source-Modul bereit. Dieses Modul ist ein leerer Container, der über ein gut dokumentiertes Interface mit dem Hauptmodul kommuniziert, und den man mit eigener Elektronik füllen kann. Damit sich die Entwickler solcher Erweiterungen international austauschen können und jeder etwas von ihren kreativen Ideen hat, will Pangea eine entsprechende Community aufbauen.

Der Pangea Sun hält im Hauptmodul als Prozessor einen Quad Core Cortex A9 ARM mit 2 GHz und als Grafikprozessor einen ARM Mali-450 MP bereit. In der Grundausstattung gehören außerdem dazu: das Bildschirmmodul mit 14 Zoll großem Full-HD-Display und 1920 × 1080 Pixeln inklusive Webcam, 2 bis 4 GByte DDR3 RAM, ein Festspeichermodul mit 32 GByte Flash, ein Akkumodul das für mehr als 10 Stunden Laufzeit Energie liefern soll, ein Touch-Modul mit Multitouch-Trackpad und die bei Notebooks üblichen Anschlüsse: USB, Audio, Bluetooth und WLAN. Zusätzlich wird ein Ladekabel mitgeliefert. Als Betriebssystem ist zunächst Android vorgesehen. Andere Betriebssysteme sind geplant.

Die Module des Pangea Sun in der Übersicht

(Bild: pangeaelectronics.com)

Neben der Notebook-Version gibt es auch noch die preisgünstige Desktop-Version namens Pangea Mercury, die nur aus dem Hauptmodul, einem Gehäuse und einem Netzteil besteht und 169 US-Dollar kosten soll. Die Notebook-Version gibt es während des Crowdfundings zu unterschiedlichen Preisen: am günstigsten als Super Early Bird für 449 US-Dollar (zuzüglich 29 US-Dollar Versandkosten). Dieses Angebot ist auf 250 Stück limitiert. Die reguläre Basic-Version ist mit 599 US-Dollar nicht gerade ein Schnäppchen. Bedenkt man jedoch, dass es sich um eine nachhaltige Investition handelt und das Notebook mit seinen Anforderungen wachsen kann, sieht der Preis schon viel freundlicher aus. Sollte mal ein Modul den Geist aufgeben, so verspricht die Modularität des Pangea Sun ebenfalls einen ökonomischen und ökologischen Vorteil. Dies natürlich nur, falls der Hersteller sein Crowdfunding-Ziel erreicht und auch dauerhaft auf dem Markt bestehen kann. (fpf)

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