Postmaterielles Klangtüfteln

Zwischen Oberheim und Stockhausen beheimatete Klangschrauber haben ein neues Experimentierfeld: Das Community-Funding-Projekt Wavepot, eine algorithmische Online-Audio-Workstation. Kurzweil garantiert!

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Von
  • Carsten Meyer

Eigentlich ist das C-ähnliche JavaScript nicht gerade die Sprache der Wahl für algorithmische Klangbasteleien – und doch haben es die Macher von Wavepot geschafft, eine darauf basierende Online-Audio-Workstation mit Signalprozessor-Funktionalität auf die Beine zu stellen.

Wavepot präsentiert sich dem User zunächst als unscheinbarer JavaScript-Live-Editor, mit dem man eine Art DSP-Programm schreibt. Die selbst erstellten (oder aus den Beispielen übernommenen) DSP-Programme können direkt im Browser ausprobiert und abgespielt werden – etwa mehrstimmige Oszillatoren, Moog-Filter, Sequenzer und Modulationseffekte.

In Planung ist eine User-Verwaltung, mit dem man eigene Programme auf einem Server ablegen kann, und für "Milestone II" auch User-Interface-Elemente sowie eine externe Steuerung über MIDI. Derzeit fehlen selbst elementare Hilfe-Funktionen – als geneigter Klangschrauber arbeitet man sich am besten in die online verfügbaren Beispiele ein und besucht die Wavepot-Google-Gruppe. Eigene Elaborate kann man derzeit nur mit Cut&Paste auf dem eigenen Rechner speichern. (cm)