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Project Things: Mozilla will das Internet der Dinge einfacher machen

Mozilla will es einfacher machen, das Smart Home zu verwalten: Mit der Software Things Gateway wird der Bastelrechner Raspberry Pi zum Steuerzentrum im intelligenten Heim.

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Grafik mit vernetztem Laptop, Glühbirne, Steckdose und Tablet

(Bild: Mozilla)

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Eine smarte Glühbirne von Philips gekauft, eine bei IKEA und die Funksteckdose braucht auch eine eigene App? Das muss nicht sein, meint Mozilla, bisher bekannt als Firefox-Entwickler, und stellt mit dem Project Things eine Smart-Home-Lösung für unterschiedliche Geräte vor. Kernstück ist die Software Things Gateway für den Einplatinenrechner Raspberry Pi. Sie ermöglicht die direkte Verwaltung von Funksteckdosen, Glühbirnen und Sensoren ohne weitere Services und Dienste.

Raspi-Heimserver

Things Gateway wird zunächst auf einem Raspberry Pi 3 oder anderem Einplatinenrechner mit WLAN und Bluetooth installiert. In der Software lassen sich dann verschiedene Geräte hinzufügen, überprüfen und steuern. Zu den weiteren Features gehören die Grundrissfunktion, bei der etwa die eigene Wohnung hinterlegt werden kann, und die Regeln für den Gerätebetrieb – wird Lampe 1 angeschaltet, geht auch Lampe 2 an. Die Sprachsteuerung ist derzeit noch im Experimentierstadium. Weiterhin dürfte für Maker die Ansteuerung einzelner Pins und damit die Auswertung von Umweltsensoren interessant sein.

Im Things Gateway kann ein Grundriss hinterlegt und Geräte den einzelnen Räumen zugeordnet werden.

(Bild: Mozilla)

So wird der Raspi mit Things Gateway zum Smart-Home-Server. Über Mozillas Things Cloud oder eine eigene Domain kann man das Heim auch von überall in der Welt steuern. Das Webinterface des Things Gateway kann dafür als Progressive Web App an den üblichen App Stores vorbei auf dem Smartphone installiert werden. Wer smarte Geräte nutzt, die über Z-Wave oder Zigbee kommunizieren, muss noch einen passenden USB-Dongle an den Raspi anschließen. Aber auch wer keinerlei intelligente Steckdosen und Lampen besitzt, kann mit Things Gateway Spaß haben und ein Smart Home einfach simulieren.

Die hinterlegten Geräte können nicht nur an- und ausgeschaltet werden, es werden auch weitere Informationen wie der Energieverbrauch angezeigt.

(Bild: Mozilla)

Künftig sollen noch mehr Geräte unterstützt werden sowie Bibliotheken für verschiedenen Programmiersprachen entstehen und etwa die Anbindung von Arduinos einfacher werden. Dafür steht der Quellcode auch auf Github zum Download zur Verfügung. Als Mitglied der Web of Things Gruppe des World Wide Web Consortium (W3C) will Mozilla schließlich die Standardisierung des Internet der Dinge vorantreiben. (hch)