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Quadrokopter scannt Christus-Statue in Rio

Wie kommt man an ein digitales Modell einer 38 Meter hohen Statue auf einem Berg? Ein Team aus Brasilien, Kanada und der Schweiz hat das Wahrzeichen Rios mit einer Drohne eingescannt.

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Ein Team von Experten hat die berühmte Statue Cristo Redentor, das Wahrzeichen von Rio de Janeiro, mit einem Quadrokopter eingescannt. Um die 38 Meter hohe Christus-Statue und den Corcovado-Berg, auf dem sie steht, zu erfassen, schoss eine Fotodrohne der Firma Aeryon Labs an sechs aufeinander folgenden Vormittagen in 19 Flügen rund 3500 Fotos. Zusammengesetzt wurden die Aufnahmen mit der Photogrammetrie-Software Pix4Dmapper Pro.

Der digitale Jesus ist eine Punktwolke mit 134 Millionen Punkten oder ein 3D-Netz aus 2,5 Millionen Dreiecken, die man sich auch im Browser auf Skechfab in 3D ansehen kann. Wer sich den Erlöser neben das 3D-Selfie oder die Osterinsel-Gottheit aufs Regal stellen will, hat allerdings kein Glück. Ein Download ist leider (noch) nicht vorgesehen, das beauftragende NEXT Lab der Universität Rio will das Modell eher unkonkret für "zukünftige Projekte" einsetzen.

Das Making-Of zeigt, wie aus Quadrokopter-Fotos ein vollständiger 3D-Scan der riesigen Statue wird.

Die Universität war schon lange an einem digitalen Scan der Statue interessiert. Aufgrund der Größe und Lage des Denkmals auf dem 700 Meter hohen Corcovado schied eine Erfassung mit Lasern allerdings aus. Der Vorschlag, eine Fotodrohne einzusetzen, stammt von der Schweizer Firma Pix4D, die bereits mit einem Scan des Matterhorns Erfahrungen gesammelt hatte. Sie holte dafür auch den kanadischen Kopter-Hersteller Aeryon an Bord. (phs)