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Raspberry Pi-Konkurrent wird nicht mehr beliefert

Hardkernel, der Hersteller der erfolgreichen Odroid-Boards, setzt die Produktion seines Wearable-Moduls nicht fort. Als Grund gibt der Hersteller an, dass der Lieferant Broadcom sich weigere, den notwendigen SoC weiterhin zu liefern.

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Seit einigen Jahren produziert die südkoreanische Firma Hardkernel kleine Entwickler-Boards mit ARM-Prozessoren und niedrigem Energieverbrauch. Mit dem Odroid-W ist es der Firma gelungen, ein besonders kleines und günstiges, aber auch sehr leistungsfähiges Board für Wearables zu entwickeln. Einen Monat nachdem Hardkernel die erste Probecharge auf den Markt gebracht hat, muss das Unternehmen die Produktion jedoch wieder beenden.

Eine Kurzbeschreibung des Boards mit dem Hinweis auf den Konflikt mit Broadcom.

(Bild: Hardkernel)

Nach Angaben von Hardkernel will Broadcom, der Hersteller des zugrundeliegenden ARM-SoCs, keine Bestellungen von Hardkernel mehr annehmen. Hardkernel bittet seine Kunden, bei Broadcom nach dem Grund für den Stopp der Belieferung zu fragen. Sofern die Angaben widersprüchlich seien, wolle man rechtlich gegen Broadcom vorgehen.

Sowohl in der Grafik als auch im Text stellt Hardkernel das Modul als Verbesserung des Raspberry Pi dar.

(Bild: Hardkernel)

Hardkernel, die auch das vierkernige Bastelboard Odroid U3 herstellen, wurde bereits in der Raspberry Pi-Community dafür kritisiert, dass es seine Boards in direktem Vergleich zum Raspberry Pi bewirbt. So heißt es über den Odroid-W auf der Produktseite: "New Features and improvements over the original Raspberry Pi."

Das Unternehmen, so ein User im Raspberry Pi-Forum, nehme die Arbeit der Raspberry Pi-Stiftung und der Community und nutze sie für seine kommerziellen Produkte. Auf unsere Anfrage zu diesem Thema hat bisher weder die Firma Broadcom noch Hardkernel reagiert. (esk)