Raspberry-Pi-Meeting in Trier: Pi and More 7

Wer sich für den Raspberry Pi interessiert, trifft Gleichgesinnte auf einem sogenannten Raspberry Jam. Make hat sich auf dem größten deutschen Event, der Pi and More in Trier umgeschaut.

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Raspobot

Auf der Pi and More konnte man unter anderem den Raspobot von Kai Küstermann in Augenschein nehmen

(Bild: René Bohne)

Von
  • René Bohne

Von der Community organisierte Events zum Raspberry Pi heißen "Raspberry Jams". Die größte Zusammenkunft dieser Art in Deutschland ist die Pi and More und fand am vergangenen Samstag zum siebten Mal statt. In der Uni Trier trafen sich 220 Interessierte zu Vorführungen, Vorträgen und Workshops.

Kay Küstermann ist zum ersten Mal auf der Pi and More. Der Entwickler vom Niederrhein bastelt in seiner Freizeit an selbstgebauten Robotern. Der Raspobot dreht autonom seine Runden. Ein Jahr lang hat Kay versucht, eine Handy-Fernsteuerung für den Roboter zu implementieren, bis er auf der Maker Faire in Hannover einen wichtigen Hinweis von einem Aussteller bekam. Nun hat er mit der Software NetIO und einem RaspberryPi sein Problem gelöst und kann den Roboter mit seinem Smartphone steuern und sogar das Video des Kameramoduls streamen.

Pi and More in Trier 2015 (5 Bilder)

220 Besucherinnen und Besucher kamen zur siebten Ausgabe des Pi and More.
(Bild: René Bohne)

Dass man mit dem Raspberry Pi auch professionelle Steuerungsaufgaben durchführen kann, führte die Firma Qube solutions anhand von verschiedenen Exponaten vor. Ihre PiXtend-Erweiterung bietet zahlreiche digitale und analoge Ein- und Ausgänge und auch serielle Schnittstellen wie RS232, RS485 und CAN. Damit kann man zum Beispiel einen Ball in einer Röhre schweben lassen oder ein Gewächshaus mit Blumen steuern.

Begleitet wurde die Ausstellung von einem umfangreichen Vortragsprogramm. Thomas Sebastian sprach in seinem Vortrag "Es werde Licht" über die vielfältigen Möglichkeiten, wie mit einem Mikrocontroller ein intelligentes Beleuchtungssystem aufbauen kann. Er erklärte dabei auch die technischen Grundlagen von DMX und Dali und demonstrierte sie anschließend auch live.

Als Techniker beim Kollektiv Leuchtkultur entwickelt Sebastian Platinen, die er unter offenen Lizenzen anderen Makern zur Verfügung stellt. Die Gruppe beschäftigt sich mit aufwändigen Lichtinstallationen, Projection Mapping und Wearables und besteht aus Lichtkünstlern und VJs. Ähnlich wie Sebastian sind viele Teilnehmer von weiter weg angereist, um Gleichgesinnte kennenzulernen und sich auszutauschen.

Daniel Fett ist einer der Veranstalter der Pi and More und Vorsitzender vom Computer-Menschen-Dinge e.V., der an der Uni Trier ansässig ist. Er war sehr zufrieden mit der siebten Auflage, da wieder mehr Besucher als im Vorjahr kamen und es dank der Sponsoren und der Mitgliedsbeiträge möglich war, den Eintritt kostenlos anzubieten. Jedes zweite Mal wird die Veranstaltung in einer anderen Stadt ausgerichtet. Wo die Pi and More 8 im Winter stattfinden wird, ist noch nicht klar, aber es gibt sehr viele Bewerbungen. (phs)