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Raspberry Pi als Innovationsprojekt ausgezeichnet

Günstig, vielseitig und äußerst robust – fünf Jahre nach seinem Start ist der Raspberry Pi jetzt mit einem britischen Ingenieurpreis geehrt worden, da er Industrie und Programmierausbildung verändert.

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Raspberry Pi mit britischem Ingenieursaward ausgezeichnet

(Bild: Raspberry Pi Foundation)

Die britische Royal Academy of Engineering hat das Team hinter dem Einplatinenrechner Raspberry Pi mit dem MacRobert-Award ausgezeichnet. Der Award gilt als der wichtigste Ingenieurpreis Großbritanniens und ist mit 50.000 Pfund (ca. 57.700 Euro) dotiert. Ursprünglich 2012 entwickelt als Computer-Projekt der Cambridge University könne man mit dem Raspberry Pi heute beinahe alles steuern, von Robotern über Soundsysteme bis zu wissenschaftlichen Experimenten. Robust, flexibel und günstig habe er eine neue Generation an Makern inspiriert. Neben der lokalen Produktion in Wales lobt die Vorsitzende der Award-Jury, Dame Sue Ion, insbesondere, dass sich über den Mini-Rechner Menschen aller Generationen ans Programmieren wagten.

Insgesamt hat die Raspberry Pi Foundation bereits über 12 Millionen Raspis verkauft. Pünktlich zum fünften Geburtstag Anfang des Jahres erschien das neuste Modell, der Pi Zero W mit WLAN und Bluetooth 4.0. In Großbritannien lernen derzeit 85.000 Schülerinnen und Schüler dank 5750 wöchentlichen Code Clubs der Foundation die Grundlagen des Programmierens. Weitere 4.500 Clubs werden weltweit veranstaltet.

Ebenfalls nominiert für den MacRobert-Award waren das Cybersecurity-Startup Darktrace und Vision RT, die optische Systeme für Strahlentherapien entwicklen. Mit dem seit 1969 vergebenen Preis werden die Inenieurinnen und Ingenieure der „aufregendsten“ britischen Innovationen geehrt. In der Vergangenheit wurden mit dem Award etwa die Teams hinter dem CT-Scanner und der KI im Kinect-Bewegungssensor ausgezeichnet. (hch)