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Robo Wunderkind: Smarte Roboter-Bausteine mit Lego-Anschluss

Bunte Bauklötze, die bei Kindern gleichzeitig die Kreativität fördern und sie die Grundzüge von Programmierung und Robotertechnik lehren sollen – nicht weniger verspricht das Projekt Robo Wunderkind.

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Robo Wunderkind: Smarte Würfel zum Zusammenstecken

(Bild: startrobo.com)

Bunte Klötzchen, die man zusammensteckt und dann über eine grafische Bedienoberfläche programmiert – das kommt einem irgendwie bekannt vor. Und tatsächlich sieht man im Werbevideo für die Kickstarter-Kampagne des modularen Spiel- und Lernroboter-Baukastensystems Robo Wunderkind zunächst einmal eine ganze Reihe von Legosteinen, die dann plötzlich vom smarten bunten Klötzchen des Start-ups abgelöst werden. Diese gelochten Würfel dienen als Bausteine für verschiedene Roboter-Konfigurationen und werden durch spezielle Verbinder aneinander gekoppelt, sodass Daten und Energie von einem Modul zum nächsten weitergeleitet werden.

Den Kern eines Wunderkind-Roboters bildet jeweils ein doppelter Würfel, in dem Cortex-A8 von ARM als Prozessor und 4 GByte Speicher stecken; Akku, Mikrofon, Lautsprecher und WLAN-Modul komplettieren die Ausrüstung. Die übrigen Würfel tragen je nach Farbe unterschiedliche Sensoren und Aktoren wie Servos (gelb) oder Motoren für den Antrieb von Rädern (dunkelblau), Bluetooth (natürlich blau), Abstandssensor (rot) sowie Akku für die Aktoren (grün). Daneben gibt es noch Dummy-Würfel, um das Chassis zu komplettieren. Speziell für die Kickstarter-Kampagne hat der Hersteller zudem noch Adapter entwickelt, durch die eine Seite der Wunderkind-Würfel die passenden Noppen bekommen, um Legosteine aufzstecken.

Die Kickstarter-Kampagne läuft noch bis zum 30. November und hat ihr Finanzierungsziel bereits weit überschritten. Auch die Early-Bird-Angebote sind schon komplett weg. Derzeit kann man noch im Gegenzug für ein Investment von 150 US-Dollar für ein Starter-Kit optieren, aus dem sich etwa ein Dreirad-Roboter bauen lässt, der Hindernisse vermeidet. Für 250 US-Dollar gibt es zusätzlich Würfel mit LED-Display, Licht- und Wettersensor. Darüber hinaus sind weiterer Pakete im Angebot, etwa jenes mit dem Namen One For One: Wer 300 US-Dollar anlegt, bekommt ein Starter Kit selbst und spendet eines für ein Kind, das sich selbst keinen Wunderkind-Baukasten leisten kann.

Auch wenn Robo Wunderkind in seinem Video gerne den Eindruck erwecken möchte, als erste solche modular zusammensteckbaren Roboter entwickelt zu haben – natürlich gibt es auch andere Produkte, die ähnliches bieten und sich ebenfalls in erster Linie an Kinder richten. Mit den Lego-Mindstorms-Kästen (die der Wunderkind-Werbefilm mit seiner Legostein-Reihe durch die Jahre komplett unter den Tisch fallen lässt) kann man deutlich kompliziertere Maschinen bauen, bis hin zu einer kompletten Produktionsstraße im Kleinformat.

Viel näher am Konzept von Robo Wunderkind liegt hingegen das Angebot von Tinkerbots, die auf der Maker Faire Berlin in Aktion zu sehen waren. DieTinkerbots lassen sich nicht nur drahtlos fernsteuern, sondern machen auch Bewegungsabläufe nach, die man ihnen durch Drehen ihrer Gelenke beigebracht hat. Wie bei Robo Wunderkind schließt man an den zentralen Block Module mit Motoren, Servos oder Sensoren an, alternativ andere Arduino-Hardware. Auch hier gibt es Lego-Adapter. Und während die Robo-Wunderkind-Kästen Mitte nächsten Jahres an die Crowdfunder rausgehen sollen, sollen die Tinkerbots schon zum Weihnachtsgeschäft im Handel sein. (pek)