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STM32 Nucleo – Günstige ARM-Cortex-Entwicklerboards

Mit den neuen Nucleo-Boards vereinfacht der Hersteller STMicroelectronics die Erweiterbarkeit seiner preiswerten ARM-Cortex-Boards. Neu ist die Arduino-Shield-kompatible Schnittstelle.

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Mit den Nucleo-Boards bietet der Hersteller STMicroelectronics neue ARM-Cortex-Platinen an, die sich dank der Steckleisten mit den Adapterplatinen (Shields) des Arduino Uno R3 erweitern lassen. Zudem sind alle 64 Pins des jeweiligen Mikrocontrollers über einen ST-Morpho-Anschluss zugänglich. Neben der üblichen Stromversorgung über eine USB-Schnittstelle lassen sich die Nucleo-Boards auch mit einer externen Stromquelle betreiben (mit jeweils 3,3V, 5V oder 7-12V).

Aktuell sind vier Serien erhältlich, dabei handelt es sich um die Mikrocontroller STM32F030 (ARM Cortex-M0), STM32F103 (ARM Cortex-M3), STM32L152 (Ultra-Low-Power ARM Cortex-M3) und STM32F401 (ARM Cortex-M4). Der Preis für die jeweiligen Boards liegt je nach Distributor zwischen 6 und 11 Euro (ohne Versandkosten). Als Distributoren nennt der Hersteller Rutronic, Element14 und Mouser.

Mit seinem schnellen ARM-Cortex-M4-Prozessor besitzt das STNucleo-F401RE den bislang wohl leistungsstärksten Mikrocontroller der Produktfamilie. Der STM32F401RE besitzt eine eigene FPU, DSP-Befehlssatz und eigenen 12-Bit ADC (Analog-Digital-Converter). Zudem verfügt das Board über 512 KByte Flash-Speicher und 96 KByte SDRAM. Die Taktrate liegt mit 84 MHz deutlich unter dem des STM32F4-Discovery mit bis zu 168 MHz.

Über die ST-Morpho-Schnittstelle sind die Pins des Mikrocontrollers für Bastler leicht zugänglich.

Das STM32F4-Discovery nutzen wir in der c't Hardware Hacks 03/13 auf Seite 132 für ein Grafik-Demo-Projekt. Wie schon bei den vorherigen Evaluierungsboards ist auch bei den Nucleo-Boards eine Debugger-/Programmiereinheit bereits auf der Platine enthalten (ST-Link/V2-1).

Übersicht über die Schnittstelle für Arduino-Shields der Nucleo-Boards.

Auch wenn die STM32-Boards nun eine Arduino-Shield-kompatible Schnittstelle vorweisen, ist für die Programmierung eine ARM-Entwicklungsumgebung wie IAR, Keil oder eine entsprechende IDE mit ARM-GCC (wie etwa die CooCox-IDE) notwendig. Alternativ sind alle Nucleo-Entwicklungsboards ebenfalls mit der mbed-Online-Entwicklungsplattform kompatibel.

Besucher der Embedded World 2014 Messe, die am 25. bis 27. Februar in Nürnberg stattfindet, können sich nach einer Online-Anmeldung ein kostenloses Exemplar vor Ort abholen. (ogo)