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Seetüchtige Ozeanriesen aus abgebrannten Streichhölzern

Lothar Bunscheit baut aus tausenden abgebrannter Streichhölzer vorbild- und maßstabsgetreue Schiffsmodelle, die dank Bootslack und Fernsteuerung sogar in See stechen können – vom 25. bis 27. August auch auf der Maker Faire Hannover.

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Schiffsmodelle aus Streichhölzern

(Bild: Lothar Bunscheit)

Was andere nach einmaligem Gebrauch wegwerfen, ist für Lothar Bunscheit nützliches Baumaterial: abgebrannte Streichhölzer. Aus tausenden davon baut er – im wahrsten Sinne des Wortes in Kleinarbeit – ausgewachsene, maßstäbliche Schiffsmodelle nach Vorbildern wie Feuerlöschbooten, Seenotrettungskreuzern, dem Forschungsschiff Meteor oder dem Kreuzfahrtriesen Aida blu. Für letztere leimte der Rentner aus Rhauderfehn über 15.000 der abgebrannten Hölzchen zu seinem Modell im Maßstab 1:200 zusammen, das es auf eine Länge von 1,27 Meter bringt. Das fertige Schiff versah er mit einem wasserdichten Anstrich aus Bootslack, baute eine Fernsteueranlage mit vielen Sonderfunktionen ein – denn so gut wie alle Produkte seiner Modell-Werft sind schwimmfähig.

Streichholzschiffe von Lothar Bunscheit (10 Bilder)

Die ferngesteuerten Streichholz-Modellschiffe von Lothar Bunscheit sind bei jeder Modellbaumesse ein Hingucker – hier sein Nachbau des Hospitalschiffes S.S. Hope. Neben der Motor- und Rudersteuerung kann der Modellkapitän an der Fernsteuerung auch Beiboote zu Wasser lassen, Ladeluken öffnen – und Radar sowie der Rotor des Hubschraubers auf dem Achterdeck drehen sich auch.
(Bild: Lothar Bunscheit)

Sein erstes Streichholzschiff baute Lothar Bunscheit bereits im Jahr 1955: Damals ließ er eine relativ kompakte Version der Santa Maria, des Flaggschiffs von Columbus auf seiner berühmten Reise im Jahr 1492 vom Stapel. Bei diesem Modell bestehen sogar die geblähten Segel aus Streichhölzern. Einmal entflammt, ließen ihn die abgebrannten Hölzchen nicht mehr los, und so baut er bis heute Schiff um Schiff.

Auf der Maker Faire in Hannover vom 25. bis 27. August kann man die Streichholzschiffe von Lothar Bunscheit aus nächster Nähe betrachten – und in Aktion: Der Teich im Stadtpark auf dem Festivalgelände ist schon fest als Modell-Ozean für Aida blu & Co. gebucht. (pek)