Menü
Make

Tanzmaschine: Odroid-Roboter Rose tanzt zu Hause mit

Wenn dieser Roboter zur Musik tanzt, sieht es locker aus – dabei steckt einiges an Rechenarbeit in den Moves von Rose.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 7 Beiträge
Tanzmaschine: Odroid-Roboter Rose tanzt zu Hause mit

Auf den ersten Blick erinnert der tanzende Roboter Rose an die Sprachlernpuppen Fu und Fara aus der Grundschule. Die Parallelkinematikmaschine kann sich allerdings selbstständig bewegen und das im Rythmus zur Musik. Unter der Haube steckt der Einplatinenrechner Odroid C2 (ab 54,95 €).

Im Video, das Roboterbastler Jochen Alt von seiner Kreation gemacht hat, sieht man bereits den Aufbau: Sechs Servos bilden die Ausgangsbasis der Kinematik. Sie bewegen sechs Metallstäbe, die an einer zweiten Plattform befestigt werden. Auf die obere Scheibe des Hexapods baut Alt schließlich den Mund, der von drei weiteren Servos gesteuert wird. Die Teile stammen aus dem 3D-Drucker, wobei ein zusätzliches Gewicht im Boden verhindert, dass Rose beim engagierten Tanzen auch noch wandert. Ihr Überzug aus Fleece ist eine Spezialanfertigung der Textilkünstlerin Charlotte Ehrt.

Im Holzkästchen nebenan ist der Odroid untergebracht, zusammen mit einem Lautsprecher und einem Mikrofon. Über das Mikro wird die Musik mittels einer Beat Detection Library analysiert. Die zum Rythmus passenden Bewegungen werden aus geometrischen Kurven generiert, ebenso die Mundbewegungen, und in Servowinkel übersetzt. Da der Aufbau eine Latenz von circa 200 Millisekunden hat, wird jeweils ein Takt ausgelassen und die Bewegungen nur an jeden zweiten Takt angepasst.

Von Bastler Jochen stammen auch der Roboterarm in Rente, Walter, und die interaktive bewegliche Lampe Luci. Hinter den geschmeidigen Bewegungen von Walter stecken Bézierkurven, in deren Verlauf Walter sich unterschiedlich schnell bewegt. Luci erkennt dank der Computer-Vision-Bibliothek OpenCV Menschen in ihrer Umgebung und sucht den Blickkontakt. Beide Projekte hat Alt ebenfalls mit Odroid-Boards gebaut. (hch)