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Teensy 3.0: Arduino-kompatibles ARM-Board

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Das Arduino-kompatible Entwicklungsboard Teensy macht den Sprung auf 32 Bit und kommt in der Version 3.0 mit einem ARM-Cortex-M4-Prozessor. Es erscheint damit noch vor dem seit 12 Monaten angekündigten Arduino Due, mit dem das Arduino-Team erstmals die ARM-Architektur unterstützt. Die Kickstarter-Kampagne des Entwicklers Paul Stoffregen läuft noch bis Sonntag, die ersten 350 Käufer sollen ihr Teensy-Board (36 US-Dollar inklusive internationalem Versand) noch im September erhalten.

Das Vorserienmodell ist grün, die fertigen Teensy-3.0-Boards werden dagegen eine schwarze Oberfläche haben.

(Bild: Paul Stoffregen)

Wie die bisherigen Teensy-Modelle ist die vierlagige Platine sehr kompakt (3,5×1,8 cm) und kann direkt auf Breadboards gesteckt werden. Als Prozessor kommt der MK20DX128VLH5 mit 48 MHz aus der Kinetis-Serie von Freescale zum Einsatz. Dank eines 16-Bit-A/D-Wandlers und seines I2S-Busses eignet sich das Modul auch für Audio-Anwendungen. Der Bootloader ist auf einem zusätzlichen Chip untergebracht, so dass der gesamte Flash-Speicher für Programme zur Verfügung steht.

Die Programmierung ist in C oder Arduino möglich, letzteres über das Add-on Teensyduino, das die nötigen Änderungen an der Arduino-IDE vornimmt. Alle Arduino-Befehle und Standard-Librarys sollen ohne Anpassungen funktionieren.

Die Teensy-Boards bleiben der offiziellen Arduino-Entwicklung damit einen Schritt voraus: Das Teensy 2.0 (vor zwei Jahren ein beliebtes Tool zum Hacken der PS3) setzt wie der erst im Juli erschienene Arduino Leonardo den ATmega32U4 ein, das besser ausgestattete Teensy++ 2.0 den AT90USB1286. Wann das Pendant zum Teensy 3.0, der Arduino Due erscheint, ist noch nicht bekannt. Sehr wahrscheinlich ist aber, dass es zur Maker Faire in New York Ende September Neuigkeiten gibt.

Auch ohne Kaufabsicht lohnt sich ein Blick auf die Kickstarter-Projektseite von Teensy 3.0: Paul Stoffregen hat dort in einem ausführlichen Artikel veröffentlicht, wie er die Boards vor der Auslieferung testet. Ein selbst entwickelter Nadelbettadapter (natürlich auf Teensy-Basis) prüft die Platine in Sekunden elektrisch durch. (phs)