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Tonuino: DIY-Musikbox mit RFID-Karten und Arduino

Hörspiele und Musik kommen in Kinderzimmern heute oft aus den bunten tonies-Lautsprechern – dabei lassen sich eigene Boxen einfach bauen und programmieren.

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Lautsprecherbox mit drei Knöpfen und RFID-Karte mit Bibi Blocksberg-Aufdruck

(Bild: Thorsten Voss)

Die tonies sind bunte Würfel mit Ohren, die vorprogrammierte Hörspiele und Musik abspielen. Die Auswahl bestimmt man über kleine Figuren mit RFID-Chip, die es bereits mit zahlreichen bekannten Gesichtern von der Maus und dem Elefanten bis zu Lars dem kleinen Eisbären gibt. Fleißige Maker bauen sich natürlich ihre eigenen Systeme.

Bastler Thorsten Voss hat sich dafür einen passiven Lautsprecher genommen und aufgerüstet. Neben einem Arduino Nano (ab 17,34 €) braucht es dafür nur einen Mini-MP3-Player mit SD-Kartenslot und ein RFID-Kit. Die Tonuino-Platine macht Anfängern die Arbeit leichter: Sie bietet Platz für den Nano und den MP3-Player. Zusammen ist der Aufbau so übersichtlich, dass er im Lautsprecher verstaut werden kann. Wer viel Platz hat, kann auch den größeren Mikrocontroller Arduino Uno nutzen, mit dem die Platine allerdings nicht kompatibel ist.

Tonuino und RFID-Leser verschwinden einfach in einem Lautsprecher.

(Bild: Thorsten Voss)

Statt mit Figuren wird der Tonuino-Lautsprecher mit RFID-Karten genutzt. Werden sie an den Lautsprecher gehalten, spielt die Box je nach Programmierung die gewünschte Datei ab: Entweder eine zufällige Datei aus einem Ordner, einen kompletten Ordner oder alle Dateien in Zufallsreihenfolge. Neue Karten müssen über den Lautsprecher programmiert werden. Mit einem Fotodrucker und Stickern können sie passend gekennzeichnet werden. Die Lautstärke kann mit zwei Buttons eingestellt werden, außerdem gibt es eine Pause-Taste.

Drei Nachbauten sind bereits entstanden. Ein Maker hat den Tonuino mit einem Visaton FR 10 HM kombiniert und ein nachdruckbares Gehäuse aus dem 3D-Drucker dafür entworfen. Ein anderer Bastler hat dem Tonuino eine Holzoptik mit Status LED und Infrarot-Ansteuerung über die Apple-Fernbedienung spendiert. Auch der Einbau in die IKEA-Bambustöpfe ist denkbar.

Neben der Arduino-Lösung arbeiten viele Bastler mit dem Einplatinenrechner Raspberry Pi, der als kleiner Mediencenter-PC bereits in vielen Wohnzimmern steht. In dieser eigens konstruierten Musikbox wird er über fünf Buttons gesteuert und ist dank Akku portabel. Schon etwas älter ist die jukebox4kids, die mit Sieben-Segment-Anzeige bzw. LC-Display den aktuellen Song anzeigt und mit einem Griff durch die Gegend getragen werden kann.

Update, 24. September: Mit dem CubieKid gibt es inzwischen ein tragbares Gehäuse für den Tonuino, dessen Teile mit der Allzweckmaschine MaXYposi oder einem Lasercutter geschnitten werden können. (hch)