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Vom Breadboard zur Platine: Schaltplandesign und Layout mit Fritzing

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Fritzing, das Open-Source-Projekt der FH Potsdam, geht mit Version 0.62 in die nächste Runde. Das zugehörige Schaltplan- und Layout-Programm wendet sich an den typischen Arduino-Anwender, der seinen Steckbrett-Entwurf zu einer Platine oder gar einem fertigen Produkt reifen lassen will.

Fritzing schließt nach Aussage der Projektgruppe um Prof. Reto Wettach, André Knörig und Jonathan Cohen die Lücke zwischen der Arbeit mit Prototypen (zum Beispiel in Form von elektronischen Schaltungen mit Hilfe von Steckplatinen) und der Herstellung von Endprodukten: Mit Fritzing können Leiterplatten in einer einfachen grafischen Software, mit Hilfe eines umfangreichen Katalogs von virtuellen Bauteilen entworfen und für die professionelle Produktion vorbereitet werden. Der Entwurfsprozess lässt sich dank der Kompatibilität zur Profi-Software Eagle nicht nur in den Arbeitsablaufs eines Amateurs, sondern auch in den eines Profis integrieren.

Fritzing ist aber nicht nur ein Werkzeug, das bei der Erstellung von Platinen-Layouts hilft, es soll auch die Anwender-Kooperation durch die Integration mit einer zentralen Website fördern. Die Fritzing-Benutzer können zum Beispiel ihre Entwürfe auf fritzing.org hochladen, indem sie die in der Software integrierte Upload-Funktion verwenden.

Die Software ist von bestechend einfacher Bedienung: Schaltplan, Platinenlayout und gegebenenfalls der Steckbrett-Entwurf werden bei Änderungen an einem der drei Eingabefenster stets automatisch aktualisiert. Die neue Version 0.62 kennt auch SMD-Bauteile und hält viele Arduino-Shields und -Zusatzplatinen als fertige Bauteile in der Bibliothek vor. Für die Fertigung bei einem Leiterplattenhersteller ist ein Gerber-Export vorgesehen, ebenso können Folien-PDFs zum Selberätzen erstellt werden. (cm)