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Wenn sich Roboter durch die Gänge schlängeln

Auch Schlangen lassen sich mit Robotern nachbauen: Zwei neue Konstruktionen imitieren mit langen Segmentketten die Fortbewegung der Kriechtiere.

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(Bild: University of Electrocommunications)

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Ob es durch schmale Gänge geht oder über unwegsames Terrain – Schlangen kommen mit ihren schlanken Körpern an Stellen, die anderen Tieren verborgen bleiben. Damit dienen sie auch als Vorbild für Roboter. Diese zwei neuen Projekte haben die Reptilien zum Vorbild genommen.

Im DIY-Schlangenroboter stecken zwölf Servos und ein Arduino Mega (ab 14 €), die für das charakteristische Voranrobben sorgen. Ein Infrarotsensor hilft dem Roboter, jederzeit die Übersicht über nahende Hindernisse zu behalten. Außerdem gibt es die Möglichkeit, den Snake Bot mit einer Android App zu steuern. Hinter dem Projekt steckt die indische Firma NevonProjects, die Hardware-Bastelkits für Schulen, Forschung und Industrie entwickelt. Auch den Schlangenroboter gibt es als Kit zu kaufen, das günstigste Angebot liegt allerdings bereits bei 500 US-Dollar (rund 420 Euro, zzgl. Zoll).

Noch mehr Bewegungen meistert die Entwicklung der University of Electrocommunications in Tokyo. Ihre Schlange T2 Snake-3 kriecht auch über dreidimensionales Gelände und sogar große Stufen hinauf. Dafür stecken noch mehr Motoren in ihr drin: Hinter jedem Rad verbirgt sich ein Motor. Hinzu kommen 17 Motoren in den Gelenken sowie zahlreiche Mikrocontroller für die Steuerung. Über einen Rechner und ein Gamepad wird der Roboterkopf gesteuert, seinen Körper bewegt der Roboter anschließend selbstständig. Auch ein neu entwickelter Abstandssensor aus mehreren Infrarotsensoren der Kanzawa University ist eingebaut. Um die Roboter etwa in Notsituationen einsetzen zu können, arbeitet das Team nun an Versionen mit beweglichen Armen und Greifvorrichtungen.