Menü

Werkstattberichte: Neues aus den Fablabs und der Makerszene

Wo entstehen neue Makerspaces, welche Termine stehen an und was ist los in den Fablabs? Die Werkstattberichte mit Open Hardware und Kompost-Klos.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen

(Bild: OpenLab Hamburg)

Von

Trotz der äußerst hohen Temperaturen war in den vergangenen Wochen einiges los – von der Roboter-Weltmeisterschaft über Kreislaufwirtschaft im stillen Örtchen bis hin zu riesigen Maschinen für Fablabs.

Um Open Hardware ging es eine Woche lang beim Workshop von Makers for Tunisia. Mit dem neuen 3D-Drucker BigFDM, einem 3-in-1-Tool und einer 5-Achsen-CNC-Maschine wurden gleich drei große Maschinen gebaut, die nun im Fablab der Technischen Universität in Tunis (ENIT) bleiben. Zum Abschluss debattierten die Studierenden mit Makern aus tunesischen Fablabs, sowie Vertretern von lokalen Firmen und aus der Politik über die Chancen von Open Source für die Bildung und Entwicklung des Landes.

Maker for Tunisia: Open Source Machine Builders Workshop (4 Bilder)

Workshop im tunesischen Fablab ENIT
(Bild: OpenLab Hamburg)

Anfang Juli drehte sich im Berliner Prinzessinnengarten alles um Kreisläufe, organisiert vom Kollektiv für angepasste Technik (KanTe). Gleich zu Beginn eröffnete eine Mitmachbaustelle: Aus Keramikklos wurde die Grundlage für Klo-Skulpturen rund um die Frage, was wir mit dem Stillen Örtchen eigentlich verbinden. Anschließend ging es mit einem Sommercamp für Kinder weiter. Unter dem Titel "Kreisläufe und ich!?" wurden ökologische Kreisläufe erforscht, Kompost und Tiere beobachtet und gebastelt.

Klo-Kultur-Woche (8 Bilder)

(Bild: Lucy Patterson)

Mit Vorträgen, Filmvorführungen und Diskussionen ging es abends weiter. So referierte die Autorin Carmen Thomas über Urin als Rohstoff der Zukunft, der zunehmend in der Technik eingesetzt wird. Inzwischen lässt sich aus Harn Strom gewinnen, um Smartphones, Motoren und andere Geräte zu betreiben. In der Doku "Unbroken Ground" ging es dann um fünf Ansätze für nachhaltige Landwirtschaft, die dem Klimawandel und Artensterben entgegentreten könnten. Schließlich wurden im Gespräch "Das große Geschäft" die Erfahrungen mit dem Versuch, ökologische Sanitärlösungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Rechtsprechung zu verankern, ausgetauscht. Neben Workshops rund um Kreisläufe ist die Entwicklung neuer Kompostklos ein Schwerpunkt des Ausrichters KanTe.

Leo Till Häberle, Fabrice Zeug, Jan Ole Weber (von links nach rechts) und Coach Alexander Stark (quer)

Bei der RoboCup-Weltmeisterschaft im Juli war das Team des Hannoveraner Roberta RegioZentrums erfolgreich: Leon Till Häberle, Jan Ole Weber und Fabrice Zeug sicherten sich in der Junior Rescue League den ersten Platz. In der Disziplin „Rescue Maze“ muss ein Roboter autonom einen Parcours durchfahren, der ein Erdbebengebiet mit umgestürzten Häusern nachstellt. Mit Wärmesensoren oder Kameras müssen "Überlebende" in Form von Heizelementen oder Buchstaben gefunden werden. Außerdem muss der Roboter verschiedene Hindernisse erkennen und umfahren muss. Das Roberta Region Zentrum existiert seit 2013 und betreut derzeit rund 60 Schülerinnen und Schüler zwischen sieben und 19 Jahren in Robotik-AGs. Für Lehrkräfte gibt es Fortbildungen im Bereich Robotik.

Der deutsche Gründerwettbewerb des Wirtschaftsministeriums geht in die zweite Runde. Dieses Jahr sind Ideen gesucht, die digitale Innovationen in der Gesundheitsbranche vorantreiben wollen. Für die erste Phase des Wettbewerbs wird nur eine Ideenskizze benötigt. Am Ende der zweiten Runde winken Geldpreise bis zu 32.000 Euro, außerdem können alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Coaching und Beratung in Anspruch nehmen. Der Bewerbungsschluss ist der 31. September 2019.

Diese und weitere Termine stehen laufend aktualisiert in unserem Veranstaltungskalender. Dort könnt ihr auch eigene Termine eintragen. Orte zum Selbermachen in Eurer Nähe findet ihr in unserer Makerspace-Karte – dort sind auch die kommenden Maker Faires verzeichnet. (hch)