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CeBIT Trend 2 - Klein handlich preiswert - Minicomputer für den Alltagseinsatz

Wer fährt schon mit einem Mähdrescher durch den Vorgarten, um den Rasen zu mähen? Da greift man natürlich zum handlichen Akkumäher und erledigt die Gartenarbeit mal schnell nebenbei. Beim Computer ist das nicht immer so, da werden PC-Systeme mit respektabler Rechenleistung angeworfen, nur um gerade mal schnell die Email zu checken. Die allerwenigsten Heimanwender nutzen die teuer angeschaffte Rechenleistung wirklich irgendwann einmal sinnvoll aus. Genau für diese Anwender werden auf der Cebit preiswerte Minicomputer vorgestellt, die genau auf den Alltagsbetrieb zugeschnitten sind. Sie können nicht viel, dafür sind sie für Preise ab 300 Euro unschlagbar günstig.

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[b]Stirbt der gute, alte Desktop-PC?[/b]

Der Markt für Computer ändert sich rasend schnell. Was gestern noch "In" war, gehört heute schon zum alten Eisen. Das betrifft nun auch den Desktop-PC. Da hilft auch kein ausgefallenes Design. Die Kunden lassen den guten alten PC immer häufiger links liegen. Zu klobig. Der Trend geht zum Kleinen, weiß c‘t-Experte Christof Windeck: "Immer häufiger kommt heute nicht mehr der stationäre, also der klassische Desktop PC zum Einsatz. Die Verkaufszahlen sind da eindeutig. Gerade bei den Privatleuten. Diese kaufen immer mehr tragbare, mobile Rechner. Die Rechner sind, auch wenn sie gar nicht mobil eingesetzt werden, schnell genug für die Alltagsanwendung."

[b]Notebooks fast zu Schnäppchenpreisen[/b]

Die Notebooks haben den Desktop-PC in der Beliebtheit längst überholt. Und auch die Preise sind im Keller. Notebooks bekommt man heute schon ab 300 Euro. Besonders begehrt auf der CeBIT: der Eee PC von Asus. Klein und schick ist er [--] und für 299 Euro auch etwas für den schmalen Geldbeutel. Bislang wird er nur mit dem Linux Betriebssystem ausgeliefert. Wer Windows möchte, muss es dazukaufen. "Der eee PC ist ein interessantes Gerät und der Preis ist natürlich schon cool", sagt Jörg Wirtgen von der c't. "Man darf ihn nur nicht mit einem richtigen Notebook vergleichen, weil er in jeder Hinsicht ein bisschen eingeschränkt ist. Das Display ist deutlich kleiner, die Laufzeit mit drei Stunden ist nicht so überragend, die Tastatur ist fummelig und auf der Festplatte ist nicht sehr viel Platz." Eine starke Konkurrenz zum EeePC bildet das NoahPad von E-Lead. Es hat mit 30 Gigabyte eine geradezu üppige Festplatte. Ab April kommt dieser Notebook -Mini auf den deutschen Markt und wird dann ebenfalls knapp 300 Euro kosten.

[b]Streaming Clients und Giga-Speicher[/b]

Der Wohnzimmer-PC war gestern. Der Trend geht zu einfachen und bedienerfreundlichen Systemen. Mit sogenannten Streaming Clients kann der Benutzer bequem mit der Fernbedienung die Film- und Musiksammlung verwalten. Kabellose Sender ermöglichen außerdem Filmgenuss an wirklich jedem Ort. Ein wasserdichter Fernseher der Firma Nu kostet 1300 Euro. Christof Windeck: „"So entstehen neue Formen, in denen zwar irgendwie PC-Technik steckt, aber die mit dem klassischen PC, wie wir ihn früher gekannt haben, nichts mehr zu tun haben."

Platz für ganze DVD-Sammlungen bieten sogenannte Heim-Server. Die 2000 Gigabyte großen Speichersysteme bieten Platz für fast 1000 Spielfilme. Mit einem Bediengerät für das Wohnzimmer kostet ein solcher Speicher um die 1500 Euro.

"Das heißt: im Gegensatz zu einer ganz normalen externen Festplatte lässt sich dieses Gerät übers Netzwerk ansprechen", erklärt Robert Perenz, Produktmanager bei Acer. "Es hat also eine Netzwerkschnittstelle oder eine ganz normale WLAN-Schnittstelle, um schnurlos auf das Gerät zuzugreifen und kann dann die auf das Gerät abgelegten Daten auch an sogenannte Streaming Clients weiterleiten. Zum Beispiel an die Playstation 3 oder das Pinnacle Show Center. Und so ist der Kunde in der Lage, vom Sofa aus bequem mit der Fernbedienung seine MP3s oder Videos am Fernseher zu genießen."

[b]Desktop-PC nur stark beim Spielen[/b]

Letzte Nische für den PC: Spielen. Profi-Spieler brauchen schnelle Rechner mit viel Graphikpower. Doch der Trend geht auch hier zu mehr Mobilität. Denn die Leistung der Spielenotebooks ist für Amateurspieler absolut ausreichend. Und mit 2400 Euro sind die Mobilen auch nicht viel teuerer als ein Spiele-PC. "Wir sehen hier, wie Desktop-PC-Leistung in das Notebook Einzug findet. Und das auch wirklich zu einem sehr akzeptablen Preis", so Lars Schweden von Asus.

Natürlich kommen auf der CeBIT auch absolute PC-Enthusiasten auf ihre Kosten. In der sogenannten "Höllenmaschine" ist alles eingebaut, was schnell und teuer ist. Dafür kostet das Designerstück auch 30.000 Euro. Und mit 2000 Watt Verbrauch saugt der Kraftprotz ordentlich am Stromzähler. Ein Gerät nur für echte Freaks.

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