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Was gibt’s denn hier zu sehen? - Schnurer’s ganz persönliche CeBIT-Tour

Die Computermesse in Hannover ist zwar geschrumpft, aber weit über 4000 Aussteller aus aller Welt geben sich auf der CeBIT ein Stelldichein. Und jeder dieser Aussteller zeigt natürlich das „Aller Neueste“ und das „Aller Beste“. Wer behält da noch den Durchblick? Unser Computerexperte Georg Schnurer kennt sich aus. Für seinen ganz persönlichen Gang über die Messe hat er wirklich nur die interessantesten Neuheiten ausgewählt und präsentiert diese exklusiv im c’t magazin. 

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Patrouille

Seinen Spaß auf der CeBIT hat Herr Schnurer, soviel sei schon mal verraten. Und es begegnen ihm Themen und Aktionen, die er auf den ersten Blick so nicht erwartet hätte.
Zum Beispiel Damenoberbekleidung. Allerdings geht’s hier nicht um Konfektionsgrößen und Taillenumfang, sondern um RFID-Chips - das sind kleine Sender, mit denen Kleidungsstücke erkannt und lokalisiert werden können. Und der Besitzer irgendwie auch. Das klingt nach totaler Kundenkontrolle. Oder etwa nicht? In diesem Fall eher nicht findet Herr Schnurer, denn die RFID-Chips lassen sich einfach mit dem Etikett heraustrennen. In vielen anderen Fällen ist es so, dass die Chips direkt in die Kleider eingenäht sind, man trägt sie also immer mit sich herum. Selbst wenn die darin gespeicherten Daten gar nicht ausgewertet würden – es bleibt ein komisches Gefühl. Gedacht sind diese Chips eigentlich für die Branche, um die Logistik optimal zu organisieren.

Verkabeltes Leben

Connected Worlds - vernetzte Welten, ist das Motto der CeBIT 2010. Diese Vernetzung macht auch vor dem Klassenzimmer nicht halt. Die gute alte Schultafel - sie hat ausgedient. Microsoft zeigt, wie das aussehen könnte. An der digitalen Schultafel gibt es keine Kreide mehr, sie kann neben der üblichen Schriften auch und Bilder zeigen. Alles lässt sich einfach per Hand bedienen, Maus oder Tastatur sind überflüssig. Gemeinsames Lernen macht nicht nur Spaß, sondern vor allem schlau - auch das darf Herr Schnurer vor Ort feststellen. Unser CeBIT-Experte findet das gut, weil die Zusammenarbeit gefördert wird - vorausgesetzt, man arbeitet auch zusammen.

Bleibt nur noch die Frage: Wäre das nicht ein super Job für Herrn Schnurer? Lehrer statt c‘t-Experte? Lieber nicht: "In meiner Familie sind schon zwei Leute Lehrer. Das ist nix für mich. Ich habe da keine Geduld.“

Flipperhirn

A propos Geduld - dieser junge Mann hat jede Menge davon. Und ist auch noch hochkonzentriert.  Im Rahmen eines  Wissenschafts-Projekts der Technischen Universität Berlin zeigt er eindrucksvoll, wie man auch ohne Hände flippern kann. Ganz allein mit purer Willenskraft. Und ohne Tricks. Und was soll das Ganze?

Dahinter steckt eine ernste Überlegung. Für gelähmte Menschen könnte dieses Projekt eine echte Lebenshilfe sein, in einem ganz anderen Beriech, bei den Computerspielen, ergeben sich so auch völlig neue Steuerungsmöglichkeiten.

Handy-Windows

Windows Phone heißt das neueste Produkt von Microsoft. Mit dem neuen Betriebssystem für Handys, intuitiver Benutzeroberfläche und vielen Funktionen will man dem IPhone und anderen Betriebssystemen wie Android Konkurrenz machen. Ob‘s funktioniert? Georg Schnurer ist skeptisch, der Alltagstest muss zeigen, ob der neue Betriebssystem auch das hält, was es verspricht.

Digitales Fahrradfahren

Und das ist endlich mal was Richtiges für Fahrradfan Schnurer. Das Heim-Bike, auf dem er nicht nur schwitzen, sondern auch durch die virtuelle Welt radeln kann. Und dank eines Gesundheitsassistenten vor zu viel Ehrgeiz geschützt wird. Nur: Braucht das der Mensch wirklich? Draußen fahren ist zwar besser, aber wenn’s regnet oder schneit, ist das toll, zumal man Strecken fahren kann, die man selber schon kennt.

Der Heimtrainer ist übrigens nur ein Teil des vernetzten Hauses, in dem eine Fernbedienung alles zentral steuern kann. So können diverse Haushaltsgeräte miteinander kommunizieren. Das soll unser Leben noch einfacher machen. Und neben dem Gesundheits-Assistenten gibt auch noch andere Helferlein - zum Beispiel einen Koch-Assistenten. Apropos kochen - so ein Messe-Rundgang macht  richtig hungrig. Der Koch-Assistent soll helfen, die Einkaufsliste zusammen zu stellen oder zu helfen, aus vorhandenen Zutaten etwas zu kochen. Allerdings ist der Assistent noch in der Ausbildung, auf der Messe konnte er die von Herrn Schnurer mitgebrachten Zutaten - Bohnen, Gurken und Linsen – noch nicht zu einem schmackhaften Menü komponieren.

Mehr Dimensionen

So sieht die Zukunft des Fernsehens aus. 3-D. Am Stand des Fraunhofer-Instituts forscht man schon mal fleißig daran, wie aus dem zweidimensionalen Herrn Schnurer ein Experte zum Anfassen gemacht werden kann. Den Zuschauern jedenfalls bleibt bereits in dieser ersten Versuchsversion komplett die Spucke weg. Wow! Nach Fernsehern, die HD-Ready sind oder das Logo „Full HD“ tragen, werden wir zukünftig auch Modelle in die Wohnzimmer bekommen, die das Label „3D Ready“ tragen, vermuten die Wissenschaftler. Rund 20% Aufpreis werden die neuen Geräte kosten, prophezeien die Forscher. Ein neues Gerät wird also auf jeden Fall fällig – und in den nächsten Jahren werden wir erstmal mit der 3D-Brille im Wohnzimmer sitzen.

Noch mehr CeBIT

Natürlich kann Herr Schnurer hier nur einen ganz kleinen Ausschnitt aus der CeBIT präsentieren. Noch viel mehr Infomationen und Hintergründiges zur Computermesse finden Sie in unserem CeBIT-Spezial .

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