178 neue Windenergieanlagen an Land im ersten Halbjahr

In der ersten Hälfte 2020 wurden in Deutschland doppelt so viele neue Anlagen errichtet wie im ersten Halbjahr 2019.

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Windpark Ahlerstedt-Wohnste am Abend.

(Bild: BWE/Jens Meier)

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Im ersten Halbjahr sind in Deutschland 178 Windenergieanlagen an Land errichtet worden mit einer Gesamtleistung von 591 MW. Das sei gegenüber dem Vorjahr eine Verdoppelung, teilen der Bundesverband Windenergie (BWE) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. Im ersten Halbjahr 2019 seien 287 MW beziehungsweise 86 Anlagen neu errichtet worden.

Da in der ersten Jahreshälfte 88 Anlagen mit 84 MW abgebaut wurden, beträgt der Nettozuwachs 90 Anlagen mit 507 MW. Insgesamt stehen auf Deutschland nun 29.546 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 54.418 MW.

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Für das gesamte Jahr 2020 prognostizieren BWE und VDMA einen Zubau von mindestens 1500 MW. Der Zubau im ersten Halbjahr sei zu wenig gewesen, es müssten Genehmigungshürden konsequent abgebaut und Flächen bereitgestellt werden, damit die Klimaschutzziele eingehalten werden können und sich die Wirtschaft nach der Coronavirus-Pandemie nachhaltig erholen kann.

Dabei zielen die beiden Verbände auf die Bundesregierung und ihre Wasserstoffstrategie. Sie sehe einen zusätzlichen Bedarf an Erneuerbaren-Energie-Anlagen mit einer Gesamtleistung von bis zu 5 GW inklusive Onshore-Windenergie zur Erzeugung von grünem Wasserstoff bis 2030 vor. "Es wäre ein Widerspruch, einerseits ambitionierte Klimaziele zu formulieren, andererseits aber nicht den Weg für den dafür notwendigen Ausbau der Erzeugung durch Erneuerbare Energien zu ebnen", sagte Matthias Zelinger, Geschäftsführer VDMA Power Systems.

(anw)