32.000 Mitarbeiter müssen gehen: Disney entlässt 15 Prozent der Belegschaft

Der US-Medienkonzern Disney wird von der Corona-Krise besonders stark getroffen. Nun sollen noch mehr Mitarbeiter entlassen werden, als zuletzt angekündigt.

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(Bild: Michael Mulkens/Shutterstock.com)

Von
  • Martin Holland

Disney will infolge der Corona-Krise weltweit nicht 28.000, sondern 32.000 Mitarbeiter entlassen, 37.000 weitere sind im Zwangsurlaub. Das teilte der US-Unterhaltungskonzern der US-Börsenaufsicht mit und zieht damit noch drastischere Konsequenzen aus den Folgen der Corona-Pandemie.

Die vor der Entlassung stehenden Angestellten arbeiten demnach in den Vergnügungsparks, die selbst nach dem Ende der vorgeschriebenen Schließungen deutlich weniger Besucher anziehen. Disney hat gegenwärtig weltweit rund 203.000 Mitarbeiter, will also mehr als 15 Prozent der Belegschaft bis zum ersten Halbjahr 2021 kündigen.

Das Medienimperium von Disney wurde von dem Coronavirus und den Einschränkungen des öffentlichen Lebens auf der ganzen Welt besonders stark getroffen, weltweit waren etwa die Vergnügungsparks und Kinos geschlossen – in Kalifornien sind die Parks noch nicht wieder offen. Und auch nach dem Ende der stärksten Beschränkungen sind die Besucher noch nicht wieder in den Zahlen zurück, wie in der Vergangenheit. Lichtblick im Konzern ist aktuell der Streamingdienst Disney+, der in der Konzernhierarchie jüngst nach oben gerückt ist. Zusammen mit den Angeboten ESPN+ und Hulu will Disney darauf nun den Fokus richten.

Wie der Konzern noch erklärt, ist Disney+ seit November nun auch in Lateinamerika verfügbar, verschiedene Staaten in Ostasien sollen das Angebot 2021 nutzen können. Für mehrere europäische Staaten war der Streamingdienst im September verfügbar gemacht worden. Disney+ hatte Anfang Oktober fast 74 Millionen Nutzer, ESPN+ über 10 Millionen und Hulu fast 37 Millionen. Trotzdem hatte der Konzern zuletzt einen Umsatzverlust von 23 Prozent vermeldet. Gewinn machten nur die klassische Kabelsparte und die Filmstudios.

(mho)