Umfrage: Mitarbeiter tricksen im Homeoffice oft Sicherheitsmaßnahmen aus

Eine Umfrage zeigt, dass die meisten Unternehmen am hybriden Modell aus Homeoffice und Büropräsenz festhalten wollen. Allerdings hapert es mit der Sicherheit.

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(Bild: Pheelings media / Shutterstock.com)

Von
  • Ulrich Wolf

Laut einer Umfrage hat sich bei der Büroarbeit ein gemischtes Modell aus Homeoffice und Präsenz weltweit weitgehend durchgesetzt. Es hat jedoch auch zu einer Zunahme von Support-Vorfällen und Sicherheitsproblemen geführt. Ursache ist nicht selten das Verhalten der Mitarbeiter selbst.

Im Auftrag der Security-Firma Palo Alto Networks wurden für den Report "State of Hybrid Workforce Security 2021" bei insgesamt 3000 Unternehmen technische Führungskräfte oder qualifizierte Mitarbeiter mit Einblick in Netzwerk- und Sicherheitsarchitektur befragt. Mit 1000 stammt ein Drittel der Unternehmen aus Europa, 1250 stammen aus Nord- und Südamerika und 750 aus Asien und dem pazifischen Raum.

Für die nächsten zwölf Monate bevorzugen 62 Prozent der Befragten weiterhin ein hybrides Modell aus Büropräsenz und Homeoffice. Dabei wollen 38 Prozent so weitermachen wie im letzten Jahr, ein knappes Drittel mehr als bisher auf Homeoffice setzen. Das letzte Drittel möchte zwar ebenfalls eine Mischung aus Präsenz im Büro und Remote Work, dabei aber den Homeoffice-Anteil zurückfahren.

61 Prozent gaben an, insgesamt Schwierigkeiten mit der Sicherheit von Remote-Lösungen zu haben. Dazu passend stellte eine Mehrheit fest, dass mehr Support-Tickets auflaufen und sich die Zahl der Sicherheitsvorfälle erhöht hat. Knapp die Hälfte stellte bei ihren Mitarbeitern fest, dass sie die internen Nutzungsrichtlinien verletzen oder Anwendungen einsetzen, die nicht genehmigt sind. 35 Prozent aller befragten Unternehmen gaben an, dass ihre Mitarbeiter Sicherheitsmaßnahmen umgehen oder absichtlich deaktivieren.

Einen Ausweg aus diesen Sicherheitsproblemen sieht überwiegende Mehrheit der Befragten darin, Security ganz oder teilweise in die Cloud auszulagern. 71 Prozent möchten in den nächsten zwei Jahren überwiegend oder gar vollständig zu Cloud-basierten Security-Lösungen wechseln. 64 Prozent sehen die Notwendigkeit, die Infrastruktur für Remote-Zugang zu verändern.

Der vollständige Report "State of Hybrid Workforce Security 2021" ist bei Palo Alto Networks gegen Angabe von Kontaktdaten erhältlich und liegt der Redaktion vor.

Update: In einer früheren Version lautete die Überschrift, dass 35 Prozent aller Mitarbeiter Sicherheitsmaßnahmen umgehen. Es sind aber 35 Prozent der Unternehmen, die solche Vorfälle bemerkt haben. Danke für den Hinweis in den Kommentaren)

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(ulw)