3dfx: Vermeintliche Wiederbelebung durch einen Investor

Der Twitter-Kanal "@3dfxofficial" schreibt unter anderem von neu aufgelegten Voodoo-6-Grafikkarten. Wahrscheinlich handelt es sich jedoch um einen Fake.

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(Bild: c't)

Von
  • Mark Mantel

Seit Tagen rührt der Twitter-Kanal "3dfx Interactive" alias "@3dfxofficial" die Werbetrommel um eine angebliche Wiederbelebung der Kultmarke 3dfx. Demnach hätte der US-amerikanische Investor Jansen Products die Namensrechte erstanden, mit dem Plan, nun zahlreiche Produkte auf den Markt werfen.

Zu den angekündigten Produkten soll ausgerechnet eine neu aufgelegte Voodoo-6-Grafikkarte mit einem PCI-Anschluss gehören (nicht das aktuelle PCI Express und nicht der damals von 3dfx genutzte AGP-Standard), aber auch Smart-TVs, Smartphones und Lautsprecher. Ein reichlich skurriler Mix.

Außer Ankündigungen über Twitter und einer fragwürdigen Investoren-Webseite, die der Kanal wieder aus der eigenen Beschreibung entfernt hat, gibt es nichts. Laut den eigenen Tweets liegt der Hauptsitz in San Francisco, auf der Webseite ist jedoch Chicago vermerkt.

Die Webseite Tom's Hardware macht auf die Datenbank der US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) aufmerksam, wo kein Unternehmen unter dem Namen Jansen Products registriert ist. Zudem hält derzeit keine Firma die Namensrechte an 3dfx oder anderen Schreibweisen wie 3Dfx beziehungsweise 3DFX.

AMD und Nvidia bleiben damit vorerst die einzigen beiden Anbieter von Grafikchips, die sich zum Spielen eignen. Konkurrenz bekommen die Firmen bald durch den Hersteller Intel, der noch in diesem Jahr erste Gaming-Grafikkarten mit Xe-HPG-Architektur vorstellen will.

Wer Lust auf einen Nostalgietrip hat und womöglich alte Videospiele mit der 3Dfx-Engine Glide ausprobieren möchte (auch unter Windows 10!), sei unser Artikel nahegelegt: 3Dfx und der Siegeszug von 3D: Ein Rückblick auf die Zeit von Voodoo und Glide

(mma)