49-Euro-Ticket: Bund und Länder einigen sich auf "Deutschlandticket"

Offene Fragen zur Finanzierung eines bundesweiten ÖPNV-Tickets sind ausgeräumt. Wann das "Deutschlandticket" genau eingeführt wird, ist noch offen.

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Bundesverkehrsminister Volker Wissing ließ noch offen, ab wann das Deutschlandticket zu haben sein wird.

(Bild: BMDV)

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Die Länder und der Bund haben sich über offene Fragen zur Finanzierung des Nachfolgers für das Neun-Euro-Ticket geeinigt. Geplant ist ein digitales, deutschlandweit gültiges "Deutschlandticket" für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Der Einführungspreis soll 49 Euro pro Monat im monatlich kündbaren Abonnement betragen. Der Preis könnte im Laufe der Zeit steigen.

Das Ticket solle schnellstmöglich eingeführt werden, Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) ließ das Datum noch offen: "Schon bald kommt das Deutschlandticket", heißt es lediglich auf der Website seines Ministeriums. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann hatte gegenüber Medien gesagt, das Ticket werde möglicherweise erst am 1. März oder 1. April 2023 eingeführt werden.

Die Verkehrsminister von Bund und Ländern hatten sich im Oktober grundsätzlich auf ein bundesweit gültiges 49-Euro-Ticket pro Monat als Nachfolgemodell für das 9-Euro-Ticket aus dem Sommer verständigt, es blieben aber noch Finanzfragen offen. Die Einigung sieht nun vor, dass Bund und Länder sich die Kosten für das 49-Euro-Ticket von insgesamt 3 Milliarden Euro im Jahr teilen.

Die Länder hatten dauerhaft mehr Geld für den Nahverkehr zur Bedingung gemacht, dass sie ein günstiges Ticket mitfinanzieren. Der Bund hatte vor den Beratungen mit den Ländern angeboten, diese Mittel zu erhöhen. Mit den Regionalisierungsmitteln bestellen die Länder Bahn- und Busverbindungen bei den Verkehrsunternehmen.

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Wissing bewertete die Einigung als historisch. "Attraktiv, digital, einfach: Jetzt ist der Weg frei für die größte ÖPNV-Tarifreform in Deutschland", erklärte der FDP-Politiker am Mittwoch: "Noch nie war es für die Menschen in unserem Land so einfach, Bus und Bahn zu nutzen. Wir denken Mobilität neu und schützen das Klima durch attraktive Angebote."

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte, die Grundlagen seien gelegt, damit das Ticket zum 1. Januar eingeführt werden kann. In den Bundesländern werde es noch eigene Angebote geben. So plane Niedersachsen beispielsweise ein 29-Euro-Ticket für Schüler.

(anw)