EU-Kartellverfahren: Volkswagen muss 500 Millionen Euro Strafe zahlen

Die EU-Kommission hat gegen Volkswagen eine Wettbewerbsstrafe verhängt. Wegen rechtswidriger Absprachen zu Harnstofftanks soll VW 500 Millionen Euro zahlen.

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Abgasreinigung an einem Dieselmotor von Volkswagen.

(Bild: VW)

Von
  • Florian Pillau
  • mit Material der dpa

Die EU-Kommission hat gegen Volkswagen eine Wettbewerbsstrafe verhängt. Wegen rechtswidriger Absprachen zu Harnstofftanks für die Abgasreinigung soll Volkswagen gut 500 Millionen Euro zahlen, wie die Kommission heute mitteilte.

Auch BMW und Daimler waren an dem Kartell beteiligt, BMW zahlt 373 Millionen Euro Strafe, Daimler hingegen profitiert von einer Kronzeugenregelung und bleibt straffrei. Das mögliche Strafmaß wird damit wird nicht voll ausgeschöpft. Theoretisch können Zahlungen von bis zu 10 Prozent des Jahresumsatzes fällig werden. Wegen der Neuartigkeit des Falles kam es, trotz der weitgehend fallen gelassenen Vorwürfe, zu der nun festgelegten Bußgeldhöhe.

Volkswagen ließ verlauten, man wolle die Entscheidung sorgfältig prüfen und gegebenenfalls Rechtsmittel einlegen. Statt eines Bußgeldes wäre der Erlass klarer Richtlinien für die Autoindustrie zielführender gewesen, kritisierte der Konzern. Die Kommission habe Bußgelder verhängt, obwohl es nie zu einer Umsetzung der Gesprächsinhalte und auch nicht zu einem Schaden für Kundinnen und Kunden gekommen sei.

(fpi)