5G-Frequenzen: T-Mobile USA hält sich bei Rekordversteigerung zurück

81 Milliarden Dollar zahlen US-Netzbetreiber Mobilfunker für Frequenzen im 3,7-GHz-Band. Ein Rekord. T-Mobile stemmt nur ein Neuntel.

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Mast mit diversen Mobilfunkantennen

Bald wird vielleicht auch dieser Mast aufgerüstet.

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

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  • Daniel AJ Sokolov

Die Versteigerung von US-Frequenznutzungsrechten im Bereich 3,7 bis 3,98 GHz ist offiziell abgeschlossen: 21 Unternehmen zahlen insgesamt 81,169 Milliarden US-Dollar So viel Geld hat die US-Regulierungsbehörde FCC noch mit keiner Mobilfunkfrequenzversteigerung erlöst.

Die Geldlawine bei der US-Versteigerung von 5G-Frequenzen hatte sich schon nach der ersten Auktionsphase abgezeichnet. Damals wurde festgelegt, welche Bieter in welchen geographischen Regionen wie viel Spektrum erhalten. Nun ist auch entschieden worden, welche genauen Frequenzbereiche an welche erfolgreichen Bieter gehen. Am Mittwoch hat die US-Regulierungsbehörde FCC das Ergebnis verlautbart.

Wie sich zeigt, nehmen zwei Konzerne den allergrößten Teil der Frequenzrechte mit nach Hause: Verizon muss für 3.511 Lizenzen 45,5 Milliarden Dollar berappen. AT&T bekommt für 23,4 Milliarden Dollar 1.621 Lizenzen. T-Mobile hat sich vergleichsweise zurückhaltend beteiligt und muss für seine 142 Lizenzen 9,3 Milliarden Dollar aufbringen.

Von 57 Teilnehmern haben insgesamt 21 Bieter mindestens eine Lizenz ersteigert, 26 sind leer ausgegangen, darunter die gemeinsam mitsteigernden Netzbetreiber Charter und Comcast. Dish hat sich gerade einmal eine einzige Lizenz gesichert, was 2,5 Millionen Dollar kostet. Die Gewinner haben vier Wochen Zeit, die 81,2 Milliarden Dollar zu überweisen.

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Der bisherige Versteigerungsrekord in den USA datiert aus dem Jahr 2015 und liegt bei 44,9 Milliarden Dollar. Damals wurden 1.600 Lizenzen für insgesamt 65 MHz Spektrum um 1,7 und 2,1 GHz für zwölf Jahre ausgegeben. Diesmal sind es 5.684 Lizenzen für insgesamt 280 MHz Spektrum für 15 Jahre. Pro Megahertz und Jahr gerechnet war der Durchschnittspreis vor sechs Jahren also höher, die absolute Summe niedriger.

(ds)