5G bei iPhone 12 und 12 Pro: Kein mmWave außerhalb der USA – dafür 700 MHz

Apple hat Details zur 5G-Funktechnik in seinen neuen Handys veröffentlicht. Es gibt Positives wie Negatives zu berichten.

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Das iPhone 12 Pro in "Pazifikblau".

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Die wichtigste Neuerung beim iPhone 12, 12 mini, 12 Pro und 12 Pro Max ist die Unterstützung der neuen Mobilfunktechnik 5G, auf die viele Apple-User sehnsüchtig gewartet haben. In einem frisch publizierten Supportdokument erläutert der Hersteller nun, welche Frequenzbänder die Geräte tatsächlich unterstützen.

Laut den Unterlagen von Apple wird es das ultraschnelle mmWave-Verfahren nur in den Modellen geben, die für die USA gedacht sind – diese unterstützen auch nur die dort verwendete Umsetzung der Technik etwa beim Provider Verizon. Eine Maximalgeschwindigkeit von 4 Gigabit pro Sekunde soll hier laut Apple unter Idealbedingungen drin sein. mmWave wird in Deutschland aktuell noch nicht angeboten, der Ausbau könnte noch Jahre dauern, da hierfür sehr viele Antennen benötigt werden.

Die von der Telekom und von Vodafone in Deutschland hauptsächlich verwendeten Frequenzbänder n1 bei 2100 MHz und n28 bei 700 MHz sind dagegen unter den vielen, die die bei uns verkauften Modelle (A2407 beim iPhone 12 Pro, A2411 beim iPhone 12 Pro Max, A2403 beim iPhone 12 und A2399 beim iPhone 12 mini) beherrschen. Besonders die 700-MHz-Unterstützung ist eine gute Nachricht, da es zwischenzeitlich anderslautende Berichte gegeben hatte, in denen Industrieinsider spekuliert hatten, selbige falle weg.

Weiterhin von allen vier deutschen Modellen der iPhone-12-Generation unterstützt werden die 5G-Bänder n2 (1900 MHz), n3 (1800 MHz), n5 (850 MHz), n7 (2600 MHz), n8 (900 MHz), n20 (800 DD) n25 (1900 MHz), n28 (700 APT), n38 (TD 2600), n40 (TD 2300), n41 (TD 2500), n66 (AWS-3), n71 (600 MHz), n77 (TD 3700), n78 (TD 3500) und n79 (TD 4700).

Die US-Varianten von iPhone 12, 12 mini, 12 Pro und 12 Pro Max, die mmWave unterstützen, sind von Außen übrigens gut erkennbar. Sie besitzen ein "Antennenfenster" an der Kante, um die hochfrequenten Signale empfangen zu können. Die unterstützen mmWave-Bänder sind n260 (39 GHz) und n261 (28 GHz).

Von allen vier iPhone-Modellen gibt es jeweils vier verschiedene Varianten. Eine für die USA, eine für Kanada und Japan, eine für China (inklusive Macao und Hongkong) und eine für den Rest der Welt (inklusive Europa). Wer vor hat, sich ein Modell aus einem anderen Markt zu besorgen, sollte zuvor die unterstützten Frequenzbänder überprüfen, damit auch sein heimischer Provider funktioniert. (bsc)