7,8 Megapixel pro Auge: Varjo Aero will das beste VR-Headset sein

Der finnische Hersteller Varjo hat ein Virtual-Reality-Headset für 2368 Euro angekündigt. Alleinstellungsmerkmal des Aero-Headsets: die hohe Auflösung.

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Hohe Auflösung, hoher Preis: Das VR-Headset Varjo Aero.

(Bild: Varjo)

Von
  • Jan-Keno Janssen

Die kleine Virtual-Reality-Firma Varjo aus Helsinki hatte bislang nur Produkte für den Profi-Sektor im Angebot – mit dem VR-Headset Varjo Aero richtet man sich nun erstmals an "fortgeschrittene" VR-Nutzer wie zum Beispiel Simulator-Enthusiasten. Laut Varjo-Gründer Urho Konttori ist die Varjo Aero "das beste VR-Headset, das man bekommen kann". Anders als beispielsweise die Oculus Quest 2 muss man die Varjo Aero zwingend an einen PC anschließen, das mitgelieferte Display-Port-und-USB-Anschlusskabel ist 5 Meter lang.

Hersteller-Vergleichsbilder: Varjo Aero gegen andere VR-Headsets (3 Bilder)

Links Varjo Aero, rechts HP Reverb G2 beim "Microsoft Flight Simulator"
(Bild: Varjo)

Das Headset bietet pro Auge eine Auflösung von 2880 x 2720 Pixeln, das entspricht 7,8 Megapixeln. Zum Vergleich: Die Oculus Quest 2 zeigt pro Auge 1832 x 1920, die HP Reverb G2 2160 x 2160 Pixel und die Valve Index 1600 x 1440 Pixel. Eine noch höhere Auflösung als die Varjo Aero hat die Pimax 8K X mit 3840 x 2160 Pixeln, die Pimax-Geräte konnten bei c’t-Tests allerdings in Sachen Ergonomie und Zuverlässigkeit nicht überzeugen.

Als Displaytechnik kommen bei der Varjo Aero mit Mini-LEDs hintergrundbeleuchtetes LC-Panels zum Einsatz. Kalibriert sind die Displays auf 150 Nits, sie sollen den RGB-Farbraum laut Hersteller zu 99 Prozent abdecken und den DCI-P3-Farbraum zu 95 Prozent. Die Wiederholrate liegt bei 90 Hertz. Eine Besonderheit sind die integrierten Eye-Tracking-Sensoren, mit denen zum Beispiel Foveated Rendering realisiert werden soll. Dabei wird nur der Bildausschnitt scharf angezeigt, auf den das Auge gerade schaut – dadurch muss die Grafikkarte weniger Pixel berechnen.

Das horizontale Sichtfeld (FOV) gibt Varjo mit 115 Grad an, das Diagonale mit 134 Grad. Das Headset bietet eine motorische Pupillenabstandeinstellung von 57 bis 73 Millimetern. Mitgeliefert werden In-Ear-Ohrhörer mit Mikrofon, man kann aber auch einen anderen Kopfhörer in die 3,5-mm-Buchse stecken. Das Headset ist 487 Gramm schwer, das Kopfband mit Gegengewicht 230 Gramm.

Die hohe Auflösung fordert ihren Rechenleistungs-Tribut: Varjo empfiehlt mindestens eine Grafikkarte mit GeForce RTX 3070 oder RTX 2080. Das Headset läuft mit SteamVR unter Windows – und benötigt fürs Tracking eine SteamVR-Basisstation (1.0 oder 2.0, 159 Euro) sowie Steam-Controller (299 Euro). Die Varjo Aero kann für 2368,10 Euro vorbestellt werden, die ersten Headsets sollen Ende 2021 ausgeliefert werden.

[Update] Preis inklusive Mehrwertsteuer ergänzt.

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(jkj)