ACEA: Nutzfahrzeugabsatz in Europa sinkt weiter

Die Rückgänge im Nutzfahrzeugverkauf hielten auch im April an, meldet der Verband ACEA. Neben einem Strukturwandel ist die Covid-19-Pandemie die Hauptursache.

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Der ACEA meldet einen weiteren Einbruch bei den Lastwagen-Verkäufen. Die Probleme der Sparte begannen bereits vor der Covid-19-Pandemie.

(Bild: Daimler)

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Der europäische Nutzfahrzeugmarkt ist wegen der Corona-Pandemie im April noch kräftiger abgesackt als im Vormonat. Mit 61.369 Fahrzeugen seien 67,0 Prozent weniger zugelassen worden als ein Jahr zuvor, teilte der zuständige Branchenverband ACEA am Dienstag (26. Mai 2020) in Brüssel mit. Bereits von Januar bis März waren die Zulassungszahlen rückläufig gewesen. Im Vergleich zum März war der Rückgang nun nochmal deutlich größer.

Am stärksten fielen die Rückgänge im April in den besonders schwer von der Covid-19-Pandemie gebeutelten Ländern Spanien (minus 87,8 Prozent), Italien (minus 85,5 Prozent) und Frankreich (minus 82,4 Prozent) aus. Alle Nutzfahrzeugsegmente seien durch die Corona-Krise stark getroffen worden und alle 27 EU-Märkte hätten klare Rückgänge verzeichnet, hieß es weiter. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen gegen das neuartige Coronavirus mussten viele Händler ihre Türen den ganzen Monat über schließen.

In den ersten vier Monaten des Jahres lag der Rückgang bei den Neuzulassungen den Angaben zufolge bei 34,5 Prozent, insgesamt wurden 473.910 Nutzfahrzeuge zugelassen. Die vier größten Märkte Spanien, Frankreich, Italien und Deutschland hatten im bisherigen Jahresverlauf laut Mitteilung alle Rückgänge im hohen zweistelligen Bereich von minus 22,5 Prozent bis minus 46,6 Prozent zu verzeichnen.

Bereits vor der Krise hatten einige Lkw-Hersteller wegen der sinkenden Nachfrage Probleme mit der Rentabilität, so hat MAN Anfang März angekündigt, bis zu einem Sechstel der Stellen abbauen zu müssen. MAN gehört zu Volkswagens Lkw-Sparte Traton.

(fpi)