AMD-Prozessoren: Ryzen 9 5950X und 5900X mit hohem Takt in Benchmark-Datenbank

Der 16-Kerner Ryzen 9 5950X erreicht in einem Geekbench-Eintrag rund 5,0 GHz und damit rund 100 MHz mehr als von AMD beworben.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 48 Beiträge

(Bild: AMD)

Von
  • Mark Mantel

In der Benchmark-Datenbank von Geekbench lassen sich die ersten Ergebnisse zu AMDs kommenden Oberklasse-Prozessoren Ryzen 9 5950X und Ryzen 9 5900X finden. Interessant sind dort insbesondere die Angaben zur Taktfrequenz, denn: Der 16-Kerner Ryzen 9 5950X erreicht in der Spitze 5,01 GHz und der 12-Kerner Ryzen 9 5950X 4,95 GHz.

Die Werte liegen 100 bis 150 MHz über den von AMD genannten maximalen Boost-Taktfrequenzen. Beide Testergebnisse wurden von unterschiedlichen PCs mit verschiedenen Mainboards hochgeladen (Ryzen 9 5950X mit Asus ROG Strix X570-I Gaming; Ryzen 9 5900X mit MSI MEG X570 Goodlike).

Über die JSON-Werte von Geekbench lässt sich auslesen, dass die Prozessoren ihre Taktfrequenzen gut zwei Minuten lang auf einzelnen CPU-Kernen weitgehend halten konnten. Nur gelegentlich fielen sie auf etwa 4,8 GHz zurück.

Zur Vorstellung der Vorgängerprozessoren Ryzen 3000 musste sich AMD Vorwürfe gefallen lassen, dass die CPUs ihre beworbenen Boost-Taktfrequenzen oft nicht erreichten. Das für ein Taktplus von bis zu 200 MHz beworbene Precision Boost Overdrive (PBO) brachte in vielen Fällen keine Vorteile. Die von den 1000er- und 2000er-Baureihen bekannte Extended Frequency Range (XFR), das den Takt bei guter Kühlung über den nominellen Boost hinaus anhob, strich AMD bei Ryzen 3000. Erst Monate nach der Vorstellung verbesserte sich das Taktverhalten – vermutlich durch TSMCs gereiften 7-Nanometer-Prozess.

Selbst wenn bei den Geekbench-Durchläufen eine Form von Precision Boost Overdrive eingeschaltet war, deuten die Werte an, dass Ryzen-5000-Prozessoren ihre beworbenen Taktfrequenzen von Anfang an erreichen können.

(mma)