AMD Radeon: Grafikkartentreiber schaltet AV1-Decoder frei plus neue Funktionen

Die Radeon Software Adrenalin 21.4.1 ermöglicht das Streamen eines Koop-Spiels von einem PC an zwei Clients und bringt abgespeckte Installationen.

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(Bild: c't)

Von
  • Mark Mantel

AMD veröffentlicht mit der Radeon Software Adrenalin 21.4.1 das größte Grafikkartentreiber-Update seit Mitte 2020. Version 21.4.1 enthält neue Funktionen und bringt die üblichen Performance-Optimierungen. AMD schaltet etwa den AV1-Dekodierer der Grafikkartenserie Radeon RX 6000 frei, mit dem sich entsprechende Videos effizient abspielen lassen. Unter anderem Google setzt den AV1-Codec auf Youtube ein.

Die Treiberoberfläche passt AMD an einigen Stellen an, beispielsweise den Performance-Reiter, der beim Einsatz eines Ryzen-Prozessors jetzt auch CPU-Daten wie Taktfrequenzen und Auslastung anzeigt. Wer nur die Daten auslesen möchte, ohne Veränderungen vorzunehmen, benötigt folglich nicht mehr Drittprogramme wie AMDs Ryzen Master.

Der Performance-Reiter in der Treiberoberfläche zeigt jetzt auch CPU-Daten an, sofern ein Ryzen-Prozessor zum Einsatz kommt.

(Bild: AMD)

AMDs Streaming-Client Link kommt in Version 4.0. Auf die Android-, iOS- und Smart-TV-Apps folgt eine Windows-10-App, mit der man zum Beispiel vom Sofa aus mit einem Notebook auf den Desktop-PC zugreifen kann. Letzterer rendert ein beliebiges 3D-Spiel und streamt dieses per WLAN auf das Notebook. Das Ganze geht auch übers Internet, sofern der PC zu Hause eingeschaltet ist. Im Falle von Titeln mit lokalem Kooperationsmodus funktioniert das jetzt mit zwei Clients an einem Host-PC, ohne dass beide das Spiel kaufen müssen.

Wer keine Lust auf den Treiber-Schnickschnack hat, kann ab der Radeon Software Adrenalin 21.4.1 abgespeckte Versionen installieren. AMD bietet drei Varianten an, die allerdings alle das gleiche 460 MByte große Download-Paket benötigen:

  • Driver only: ausschließlich den Grafiktreiber ohne Oberfläche
  • Minimal: Grafiktreiber plus Treiberoberfläche und Einstellungsmöglichkeiten
  • Komplett: Zusätzlich zur Treiberoberfläche kommen AMDs Spiele-Client, ein Streaming-Menü (etwa für Twitch.tv), der Performance-Reiter zum Übertakten und AMD Link

Abgespeckte Treiberinstallationen kommen ohne AMDs Spiele-Client aus.

(Bild: AMD)

Der Crash Defender ab der Minimal-Installation ist ebenfalls neu: Der Treiber soll Instabilitäten erkennen, bevor ein Absturz eintritt, und sich in einem solchen Fall selbst neuzustarten und einen Bluescreen zu verhindern. Zusammen mit einem überarbeiteten Melde-Tool für Fehler will AMD Fehler schneller erkennen und beheben.

Für Menschen mit Rot-, Grün- oder Blauschwäche kann die Radeon-Software die Farbprofile auf Treiberebene anpassen, um den Farbumfang speziell anzupassen.

(mma)