AMD Ryzen 3000XT: Prozessorneuauflage soll mit höherem CPU-Takt erscheinen

Vor den Desktop-CPUs der Serie Ryzen 4000 kontert AMD Intels Core i-10000 womöglich mit verbesserten Zen-2-Modellen.

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(Bild: c't)

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Die Hinweise auf eine Prozessorneuauflage bisheriger AMD-Prozessoren verdichten sich. Die Rede ist von einem Ryzen 9 3900XT (12 Kerne, 24 Threads), Ryzen 7 3800XT (8 Kerne, 16 Threads) und Ryzen 5 3600XT (6 Kerne, 12 Threads), deren Basis- und Boost-Taktfrequenzen verglichen mit den aktuellen Modellen um 200 bis 300 MHz steigen sollen. Der Ryzen 9 3900XT würde somit 4,8 GHz in der Spitze erreichen.

Zunächst schwirrten die beiden Namen Ryzen 7 3750X und Ryzen 5 3650X in der Gerüchteküche umher. Diese sollten AMDs 8-Kern-Siliziumchip „Renoir“ nutzen, den auch die Notebook-Serien Ryzen 4000U/H verwenden, allerdings mit deaktivierter Grafikeinheit. Der 12-Kerner Ryzen 9 3900XT spricht jedoch für den bisherigen Aufbau mit I/O-Die und getrennten CPU-Chiplets (Codename Matisse). Eine Selektierung, ein verbessertes Stepping oder Optimierungen an TSMCs 7-Nanometer-Prozess könnten die höheren Taktfrequenzen ermöglichen.

Eine Neuauflage von AMD bestätigte Gigabyte in einer Präsentation zu seinen B550-Mainboards, die Twitter-Nutzer „hms1193“ zeigt. Details kursieren in verschiedenen Foren, darunter konkrete Taktfrequenzen auf Chiphell.

Intel hat jüngst seine Desktop-Prozessorserie Core i-10000 alias Comet Lake-S vorgestellt, die verglichen mit dem Vorgänger Core i-9000 außer einer Erhöhung der Kernanzahl (maximal zehn) höhere Taktfrequenzen erreicht. Ein günstig zu realisierender AMD-Konter mit ebenso verbessertem Takt ergäbe kurzfristig Sinn, da die Ryzen-4000-Desktop-Serie („Vermeer“) laut AMD erst zum Jahresende hin erscheint.

Verschiedenen Webseiten zufolge soll AMDs Ankündigung des Ryzen 9 3900XT, Ryzen 7 3800XT und Ryzen 5 3600XT am 16. Juni 2020 stattfinden, woraufhin die Markteinführung am 7. Juli 2020 folgt – genau ein Jahr nach der Vorstellung der ersten Ryzen-3000-Prozessoren. Laut Informationen von WCCFTech übernehmen die XT-Versionen die Preise der bisherigen Modelle, Letztere wiederum sollen günstiger werden.

(mma)