AMD startet Ryzen 3000C für Chromebooks

AMD verkauft Prozessoren der Ryzen-3000-Familie nun auch in speziellen Versionen für Chromebooks.

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(Bild: AMD)

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  • Florian Müssig

AMD erweitert sein Portfolio an Mobilprozessoren, die speziell für Chromebooks gedacht sind: Oberhalb der leistungsschwachen (und weiterhin erhältlichen) A4- und A6-Modelle kommen nun zwei Athlon und drei Ryzen hinzu. Letztere gehören nicht zur aktuellen Ryzen-4000-Generation mit Zen-2-Technik, sondern entstammen noch der 3000er-Vorgängerserie. Dementsprechend gibt es maximal vier Kerne vom Typ Zen/Zen+, die Fertigung erfolgt mit 12- und 14-Nanometer-Strukturen.

AMDs neue Chromebook-CPUs

(Bild: AMD)

Die Unterschiede zu bekannten Ryzen-3000-Modellen liegen nur im Namen: Der Ryzen 7 3700C hat dieselben technischen Daten wie der altbekannte Ryzen 7 3700U. Die auf -C endende Bezeichnung soll laut AMD unbedarften Käufern helfen, bei der Suche nach den für Chromebooks gedachten CPU-Modellen dann tatsächlich nur Chromebooks zu finden.

AMD erhofft sich von den C-Ryzens, damit künftig auch in hochwertigen Chromebooks vertreten zu sein. Im Rahmen des Corona- und Homeschooling-bedingten Notebook-Booms habe man bereits mit den A4- und A6-CPUs ordentlich zulegen können: AMD proklamiert einen von rund 5 Prozent auf inzwischen über 20 Prozent gestiegenen Marktanteil bei Chromebooks für sich.

Die fünf neuen 3000C-CPUs soll noch in diesem Jahr in Chromebooks von Asus, HP und Lenovo zum Einsatz kommen. Ob diese Geräte auch hierzulande verfügbar sein werden, ist bislang unklar: Die meiste Verbreitung haben Chromebooks weiterhin in den USA und UK sowie in besonders Englisch-affinen EU-Ländern wie Skandinavien oder Niederlande.

Kürzlich hatte AMD auch spezielle Billigprozessoren für Schüler-Notebooks herausgebracht, also den "Education"-Markt. Daher tragen Athlon Silver 3050e sowie AMD 3020e und AMD 3015e jeweils ein "e" in der Typenbezeichnung.

(mue)