AWS: M1-Macs kommen in die Amazon-Cloud

Neben Intel-Macs gibt es bald Mac minis mit Apples ARM-Chip als EC2-Instanzen. Das soll den App-Erstellungsprozess deutlich beschleunigen.

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Mac mini

Apples Mac mini – hier noch ein Modell mit Intel-Chip.

Von
  • Leo Becker

Amazon baut den Einsatz von Mac minis in seinen AWS-Rechenzentren aus: Neben den bestehenden Mac minis mit Intel-Prozessor können Kunden bald auch Mac minis mit Apples M1-Chip als EC2-Instanzen wählen, wie das Unternehmen mitteilte. Die EC2-M1-Mac-Instanzen starten als "Vorschau" in US East (N. Virginia) sowie US West (Oregon), weitere AWS-Regionen sollen zum allgemeinen Start der Option folgen.

Dabei ist kein Hypervisor involviert, betonte Amazon. Kunden soll so die "Bare Metal"-Leistung des Mac mini zur Verfügung stehen. Mac-Entwickler, die ihre Anwendungen auf nativen Support für Apple-Chips auslegen, können den Erstellungs- und Testprozess dadurch künftig auch über AWS durchführen. Von den Mac minis mit M1 Chip und der höheren Leistung sollen vor allem aber auch iPhone- und iPad-Entwickler profitieren, wie Amazon erklärte. Das Unternehmen verspricht ein um 60 Prozent besseres Preis-Leistungs-Verhältnis beim Erstellungsprozess von iPhone- und Mac-Apps – im Vergleich zur Verwendung von EC2-Instanzen mit x86-Macs.

Die Mac minis sind über Thunderbolt mit Amazon hauseigenem Nitro-System verbunden. Anbindung an Virtual Privat Cloud (VPC), Elastic Block Storage, S3, Amazon Elastic File System (EFS) und weitere AWS-Dienste ist gegeben, so Amazon. Die Mac minis – egal ob x86 oder ARM – in der Amazon-Cloud müssen stets für mindestens 24 Stunden gebucht werden, anschließend wird auf Sekundenbasis weiter abgerechnet. Den Stundenpreis in den beiden US-Regionen beziffert Amazon mit 0,65 US-Dollar.

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EC2-Instanzen mit macOS auf Mac minis hat Amazon vor genau einem Jahr eingeführt. Bislang sind das Mac minis mit einem Core i7 (sechs Prozessorkerne, 3,2 GHz Taktung) und 32 GByte Arbeitsspeicher. Neu hinzu kommt nun Apples M1-Modell des Mac mini mit 16 GByte Arbeitsspeicher. Seit Längerem wird erwartet, dass Apple noch einen leistungsfähigeren Mac mini mit den neuen Chips M1 Pro und M1 Max nachreicht, die es bislang nur im neuen MacBook Pro gibt. Dies würde auch erlauben, den Mac mini mit mehr als 16 GByte RAM auszustatten.

(lbe)