AWS Proton arbeitet auch in Multi-Account-Umgebungen

Mit dem voll verwalteten Dienst können Entwickler Container- und Serverless-Anwendungen bereitstellen und überwachen.

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AWS Proton

(Bild: AWS)

Von
  • Silke Hahn

Amazon Web Services (AWS) hat die allgemeine Verfügbarkeit seines vollständig verwalteten Dienstes AWS Proton bekannt gegeben. Der auf Container- und Serverless-Anwendungen zugeschnittene Service soll Entwicklerinnen und Entwicklern das Bereitstellen, Provisionieren und Überwachen ihrer Microservices vereinfachen. Zur offiziellen Bekanntgabe der General Availability (GA) gibt AWS auch zwei Neuerungen frei: Support für Multi-Account-Umgebungen und Context Keys in der Proton API für das Identity Access Management.

Entwicklerinnen und Entwicklern stellt Proton ein Interface bereit, das nach einem Baukastenprinzip das Zusammenstellen der gewünschten Architektur, Ressourcen, Pipeline für CI/CD (Continuous Integration und Delivery) sowie der Werkzeuge zur Observability ermöglicht. Dabei soll AWS Proton die verfügbaren Ressourcen für den Stack einer Anwendung automatisiert provisionieren, den Code deployen und die Monitoring-Funktionen einrichten können. Für die Entwicklerinnen und Entwickler der in Bau befindlichen Anwendungen soll dabei das manuelle Konfigurieren und Verwalten der zugrundeliegenden Ressourcen entfallen.

Zielgruppe sind offenbar Teams, die ihre Anwendungen auf Cloud-native Weise in Form von Microservices mit kleineren Code-Portionen zusammenstellen möchten und dabei Container- sowie Serverless-Techniken nutzen. Dabei verfügt jeder Microservice über seine eigene Infrastruktur, eigene Code-Templates, Pipelines und Monitoring-Eigenschaften, die es aktuell zu halten gilt im laufenden Betrieb. Mitunter stammen die Microservices von verschiedenen Abteilungen und Teams, die Aktualisierungen dann unabhängig voneinander vornehmen. Bei solchen zusammengesetzten Anwendungen, die nicht aus einem monolithischen Code-Block bestehen, kommt es häufiger als bei traditionellen Programmen zu Änderungen, auch sind oft Hunderte oder gar Tausende miteinander verzahnter Microservices zu warten, deren dynamische Infrastruktur sich laufend verändert.

AWS Proton: Entwickler- und Plattform-Teams im Zusammenspiel.

(Bild: AWS)

Laut AWS seien viele Organisationen mit dem Instandhalten und Betreiben solcher Microservices überfordert, Sicherheitsprobleme und Qualitätseinbußen könnten die Folge sein. Hier setzt AWS Proton mit seinem kuratierten Angebot an, um durch die zentrale Konsole konsistenten Code über die zusammengesetzte App hinweg zu gewährleisten. Proton führt offenbar insbesondere die Verwaltung mehrerer unterschiedlicher AWS-Konten zusammen. Durch eine neue Kontrollschicht sollen Plattformbetreiber Berechtigungen gezielt verteilen können, und auswählen, welche Entwickler basierend auf Templates Dienste erstellen dürfen.

Laut Ankündigung ist AWS Proton ab sofort unter anderen in der Region Europa verfügbar. Eine Kurzfassung der Ankündigung findet sich im AWS-Blog. Wer sich weitergehend dafür interessiert, findet Informationen in der Dokumentation zu AWS Proton. Für den Einstieg in die Arbeit gibt es eine eigens eingerichtete Produktseite.

(sih)