Abgasbetrug: Britisches Gericht befindet, Volkswagen nutzte illegale Software

Volkswagen hat nach Auffassung eines Londoner Gerichts auch in Großbritannien Autos mit illegaler Abschalteinrichtung verkauft.

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Mit der Entscheidung öffnete das Gericht den Weg zu möglichen Kunden-Entschädigungen in Großbritannien.

(Bild: Florian Pillau)

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Bei der verwendeten Software handele es sich um sogenanntes „Defeat Device”, hieß es in einem am Montag (6. April 2020) veröffentlichen Urteil. Geklagt hatten über 90.000 Dieselkunden von VW und der Konzernmarken Audi, Skoda und Seat. Der Volkswagen verwies darauf, dass das Gericht lediglich Vorfragen entschieden habe.

„Die heutige Entscheidung betrifft weder die Haftung, noch Fragen der Verursachung oder des Schadens. Mit diesen Punkten muss sich das Gericht im weiteren Verlauf des Verfahrens noch auseinandersetzen”, sagte ein Konzernsprecher. Volkswagen bleibe dabei, dass den Klägern kein Schaden entstanden sei. Nach einer Prüfung der Entscheidungsgründe will der Autobauer entscheiden, ob Rechtsmittel eingelegt werden.

Volkswagen hatte im September 2015 auf Druck von US-Umweltbehörden eingeräumt, in großem Stil bei Abgastests betrogen zu haben. Durch sogenannte Abschalteinrichtungen („Defeat Devices”) wurden die Stickoxid-Messwerte auf dem Prüfstand nach unten frisiert. Weltweit betraf die Affäre laut damaligen Unternehmensangaben rund elf Millionen Dieselautos. Wegen des „Dieselgate”-Skandals hat der Konzern bereits mehr als 30 Milliarden Euro an Rechtskosten verbucht. Die rechtliche Aufarbeitung der Affäre dauert weiter an.

(fpi)