Abgasbetrug: Ermittlungen gegen Mitarbeiter von Bosch eingestellt

Nach VWs Abgasbetrug ging die Staatsanwaltschaft Stuttgart dem Verdacht der Beihilfe gegen Mitarbeiter von Bosch nach. Sechs Verfahren wurden nun eingestellt.

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(Bild: Bosch)

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  • Florian Pillau

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ihre Ermittlungen gegen sechs Mitarbeiter des Autozulieferers Bosch im Zuge des Abgasbetrugs durch Volkswagen weitgehend abgeschlossen. Beim zuständigen Amtsgericht sei die Einstellung des Verfahrens beantragt worden, teilte eine Sprecherin der Anklagebehörde heute mit. Das Gericht habe zugestimmt. Ein Beschuldigter soll demnach eine Geldauflage zahlen.

Bei den Ermittlungen ging es um die mögliche Manipulation der Abgasnachbehandlung von Dieselfahrzeugen aller Marken aus dem VW-Konzern. Die Ermittler gingen dem Verdacht der Beihilfe zum Betrug gegen Mitarbeiter von Bosch und von Tochterfirmen nach. Abgeschlossen sind die Ermittlungen aber nicht: Gegen weitere Beschuldigte im Fall Bosch werde weiter ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Chronologie des Abgas-Skandals (78 Bilder)

Mitte September 2015:  Die US-Umweltschutzbehörde EPA beschuldigt den Volkswagen-Konzern, Diesel-PKWs der Baujahre 2009 bis 2015 mit einer Software ausgestattet zu haben, die die Prüfungen auf US-amerikanische Umweltbestimmungen austrickst. Zu ähnlichen Untersuchungsergebnissen ist auch das California Air Resources Board (CARB) gekommen. Beide Behörden schicken Beschwerden an VW. (Im Bild: Zentrale der EPA in Washington D.C.)
(Bild: EPA
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(fpi)