Abmahnungs-Welle: Vorsicht vor Spam-Mails von "realen" Anwälten

Wer dieser Tage eine Mail über vermeintliche Copyright-Verletzungen bekommt, sollte darin keine Links anklicken.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 121 Beiträge

(Bild: Pavel Ignatov/Shutterstock.com)

Von

Derzeit sind gehäuft gefälschte Abmahnungsmails im Namen von echten Anwälten in Umlauf. Die Nachrichten enthalten Links auf Websites, die höchstwahrscheinlich auf das Abfischen von persönlichen Informationen wie Zugangsdaten ausgelegt sind. Es könnte aber auch eine Verteilung von Trojanern stattfinden.

Vor solchen Mails warnt das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen in einer aktuellen Mitteilung. Sie weisen ausdrücklich darauf hin, dass die als Absender angegebenen Adressen von realen Anwälten und Kanzleien nicht die Verfasser der Mails sind.

In den Nachrichten steht, dass die Empfänger die Nutzung von geschützten Filmen und geschützter Musik unterlassen sollen. Im Anschluss folgt eine Summe, die umgehend gezahlt werden soll. Um weitere Informationen zum Fall zu bekommen und die Zahlung einzuleiten, sollen Opfer auf Links in der Mail klicken. Was sich hinter den URLs verbirgt, ist derzeit unklar, da dem LKA zufolge viele Seiten bereits offline sind.

Auf den ersten Blick wirken die Mails überzeugend. Absendername, Betreff, Signatur und Text wirken legitim. Aber eben nur auf den ersten Blick: Schaut man sich die Absenderadresse genauer an, erkannt man, dass diese nichts mit dem vermeintlichen Absender zu tun hat. Wer so eine Mail bekommt, sollte auf keinen Fall auf enthaltene Links klicken. Das gilt übrigens generell beim Lesen von Mails. Außerdem sollte man nicht ohne Nachzudenken Dateianhänge öffnen. Letzteres ist in vielen Fällen immer noch einer der verbreitetsten Infektionswege.

Dem LKA zufolge warnen einige Anwälte bereits auf ihren Websites vor der Masche und distanzieren sich von den Spam-Mails. In welchem Umfang diese Mails derzeit kursieren, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.

(des)