Abstürzen auf der Spur: So gelingen Apple-Technikern schnellere Diagnosen

Apple erweitert seine interne Diagnostik-Software um eine neue Funktion. Warum das für Kunden eine Verbesserung sein könnte und womit Apple arbeitet.

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Smartphone wird repariert

(Bild: Shutterstock/PK Studio)

Von
  • Malte Kirchner

Support-Mitarbeiter in Apple Stores und bei autorisierten Service-Providern sollen künftig leichter überprüfen können, ob ein iPhone häufig abstürzt. Apple habe den Techniker dazu ein neues Diagnosetool an die Hand gegeben, das die Systemstabilität in den vergangenen zwei Wochen prüft. Kunden profitieren davon, weil Techniker so schneller zu einer Entscheidung gelangen, ob sie eine Hardwarereparatur vornehmen oder nicht.

Die Existenz des neuen Tools geht aus einem internen Memo Apples hervor, das dem Apple-Blog MacRumors vorliegt. Voraussetzung sei, dass der Kunde mindestens ein iPhone 11 oder ein neueres Gerät besitzt. Die Software wertet die Logfiles des iPhones aus und durchsucht diese nach dem Auftreten einer Kernel Panic. Bislang hätten Supportmitarbeiter manuell nach diesen Einträgen suchen müssen. Einige empfahlen auch eine Wiederherstellung des Geräts aus einer Datensicherung, um mit einem bereinigten System zu überprüfen, ob die Abstürze erneut auftreten.

In der sogenannten Console des iPhones werden unzählige Statusmeldungen des Systems und geöffneter Apps angezeigt und in Logfiles aufgezeichnet. Entwickler und Interessierte können dies mit der Programmierumgebung Xcode und einem angeschlossenen iPhone sichtbar machen. Aufgrund des Volumens der Einträge gleicht die Recherche nach Abstürzen oftmals der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen.

Das Tool zur Überprüfung der Systemstabilität soll Teil des Apple Service Toolkits 2 sein. Apple verfügt über eine sehr ausgefeilte Diagnosesoftware, die Techniker in Abstimmung mit dem Nutzer auch aus der Ferne auf dem betroffenen Gerät ausführen können. Mit dieser Software können Techniker zum Beispiel auch die Firmware auf den AirPods manuell updaten.

Das Service Toolkit arbeitet dabei offenbar mit Diagnosefunktionen, die in den Betriebssystemen von iPhone, iPad, Mac und anderen Geräten integriert sind. Auf diese Weise kann herausgefunden werden, ob Störungen und Probleme von Hardwarekomponenten ausgehen. Unter anderem werden Audiogeräte, die Batterie, Bluetooth, die Kamera, das Display, Lüfter, Grafikkarte, Speicher, Ports, Sensoren und Wi-Fi überprüft. Die Software unterstützt Techniker bei Hardware-Entscheidungen, wie etwa bei Problemen mit der Face-ID-Gesichtserkennung.

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(mki)