Acer bringt Chromebooks mit 17-Zoll-Display, Wi-Fi 6 und Thunderbolt 4

Gleich sechs neue Chromebooks präsentiert Acer, darunter ein günstiges 17-Zoll-Gerät und ein edles Convertible mit Intel-Evo-Zertifikat und Thunderbolt 4.

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Acer Chromebook Spin 713

(Bild: Acer)

Von
  • Alexander Spier

Acer hat einen Schwung neuer Chromebooks zwischen 300 und 800 Euro vorgestellt. Während etwa das für Schüler gedachte Chromebook 314 dank ARM-Prozessor mit 15 Stunden Laufzeit punkten soll, tritt das Chromebook Spin 713 mit aktuellem Intel Core i7, Aluminium-Gehäuse und Thunderbolt 4 gegen zahlreiche edlere Windows-Notebooks an.

Dank aktualisierter Konfiguration mit Tiger-Lake-CPU erfüllt das neue Chromebook Spin 713 (CP713-3W) als erstes Chromebook nun Intels aktuelle Evo-Anforderungen für flache und leichte Notebooks und darf sich mit einem entsprechenden Aufkleber schmücken. Das 13,5-Zoll-Display bietet ein zum Arbeiten angenehmes Seitenverhältnis von 3:2, was mehr Platz in der Höhe und damit weniger Scrollen in Dokumenten verspricht.

Das aktuelle Chromebook Spin 713 kommt als Flaggschiff in Acer Chromebook-Lineup mit schickem Metallgehäuse, umklappbarem Bildschirm und aktuellen Intel-Core-CPUs aus der 11. Generation.

(Bild: Acer)

Im Vorgänger CP713-2W kam das von Acer VertiView getaufte 3:2-Display auf 2256 × 1504 Pixel, dabei wird es wahrscheinlich bleiben. Der Bildschirm ist mit dem Finger bedienbar und komplett umklappbar, sodass das Spin auch als Tablet einsetzbar ist oder sich für Präsentationen auf dem Tisch aufstellen lässt.

An der rechten Seite gibt es zwei USB-C-Ports mit Thunderbolt 4 und sogar einen normal großen HDMI-Ausgang, was in Notebooks selten geworden ist. Auf der gegenüberliegenden Seiten gesellen sich ein USB-A-Anschluss (USB-3.0-Geschwindigkeit) und MicroSD-Kartenleser hinzu. Optional gibt es einen Fingerabdruckscanner für ein bequemeres Anmelden an Chrome OS.

Dank Aluminium-Chassis wiegt das Modell moderate 1,37 Kilogramm und soll dennoch robust sein. Laut Acer erfüllt es den US-Militärstandard MIL-STD 810H, was zumindest einen gewissen Schutz gegen Stöße, eindringenden Schmutz und eindringende Feuchtigkeit bei Regen verspricht. Der Akku soll bis zu 10 Stunden durchhalten und nach 30 Minuten Ladezeit vier Stunden Laufzeit liefern.

Acer Chromebooks 2021 (16 Bilder)

Acer Chromebook 713 (Bild: Acer)

Acer wird das Modell ab 800 Euro in den Handel bringen, einerseits als Modell für Endanwender sowie als Chromebook Enterprise Spin 713 für Firmenkunden mit zusätzlichen Sicherheitsfeatures und Unternehmensfunktionen wie einer vereinfachten Fernwartung.

Bereits ab 500 Euro wird das Chromebook 514 (CB514-1W) erhältlich sein. Es setzt ebenfalls auf Intels 11. Core-Generation, welche Prozessoren genau zur Auswahl stehen, hat Acer bisher nicht genannt. Tiger-Lake-CPU sei dank wird es aber auch hier zweimal USB-C mit Thunderbolt 4 geben sowie Wi-Fi 6. Dazu kommen auch hier HDMI-Anschluss, MicroSD-Kartenleser, Headset-Buchse und ein USB-A-Port.

Ohne Evo-Zertifizierung aber ebenfalls mit Thunderbolt 4 und Wi-Fi 6 kommt der günstigere Bruder Acer Chromebook 514 auf den Markt.

(Bild: Acer)

Der Bildschirm bleibt im üblichen 16:9-Format mit Full-HD-Auflösung und lässt sich nicht umklappen. Die Tastatur ist beleuchtet und soll ebenfalls optional mit einem Fingerabdruckscanner konfigurierbar sein. Kratzfestes Gorilla-Glas über dem Touchpad und ein A-Cover aus Metall sollen dem Chromebook 514 eine gewisse Robustheit verleihen, auch hier wirbt Acer mit dem MIL-STD 810H.

Die Akkulaufzeit gibt Acer ebenfalls mit 10 Stunden an. Erhältlich sein soll das Chromebook 514 ab dem 3. Quartal 2021, dazu kommt auch hier eine Version für Unternehmenskunden.

Die günstigeren Einsteigermodelle sortiert Acer in der 300-Serie ein. Zum ersten Mal gibt es darin auch eine Variante mit 17,3-Zoll-Display, das Acer Chromebook 317 (CB317-1H) für 400 Euro. Auf dem Bildschirm mit üppigen 44 Zentimeter Diagonale verteilen sich 1920 × 1080 Pixel.

Mit einem 17-Zoll-Display ist das Acer Chromebook 317 das bisher größte Modell im Acer-Angebot. Die neuen Jasper-Lake-CPUs von Intel sollen für ausreichend Leistung sorgen.

(Bild: Acer)

Dank einigermaßen schmaler Bildschirmränder fällt das Gerät zwar nicht viel größer aus als nötig, für den mobilen Einsatz ist es aber nicht gedacht und auch nur bedingt geeignet. Den zusätzlichen Platz im Gehäuse nutzt Acer für einen vollwertigen Ziffernblock und zwei Lautsprecher links und rechts der Tastatur.

Erfreulich für die Preisklasse ist die Unterstützung für das schnelle Wi-Fi 6. Dazu gibt es als physische Anschlüsse zwei USB-C-Buchsen mit USB 3.2-Gen1-Geschwindigkeit, zwei USB-A-Buchsen (USB 3.0), ein Headset-Anschluss und MicroSD-Kartenleser, jedoch keinen HDMI-Anschluss.

Angetrieben wird das Chromebook 317 vom relativ frischen Intel Pentium Silver N6000 (Jasper Lake) mit vier Kernen. Die verwendeten Tremont-Kerne sind aus den Kombi-Prozessor Lakefield bekannt, gegenüber dem fehlt es aber an den großen, schnellen Core-i-Kernen. Mit 6 Watt TDP ist die CPU recht genügsam, der maximal Turbotakt beträgt immerhin 3,3 GHz. Mit angegebenen 10 Stunden Akkulaufzeit pendelt sich auch das 317 im breiten Mittelfeld der Chromebooks ein.

Mehr bietet im Acer-Rundumschlag nur das Chromebook 314 (CB314-2H), dass immerhin 50 Prozent zusätzlich Laufzeit und damit 15 Stunden verspricht. Für 300 Euro bringt das 14-Zoll-Chromebook einen ARM-Prozessor von Mediatek mit, der auch in diversen Tablets zum Einsatz kommt. Der MT8183 hat vier schnellere Cortex-A73-Kerne und vier stromsparende A53-Kerne und sollte für einfache Office-Anwendungen und zum Surfen schnell genug sein.

Schon ab 300 Euro wird es das Acer Chromebook 314 geben, mit ARM-Prozessor und 15 Stunden Laufzeit.

(Bild: Acer)

Das 16:9-Display mit IPS-Panel bietet eine Full-HD-Auflösung, optional soll es auch eine Touchunterstützung für den Bildschirm geben. Dazu kommt ein USB-C- und ein USB-A-Anschluss mit bisher unbekannter Geschwindigkeit und eine Headset-Buchse.

(asp)