Action-Kamera GoPro wird zur Webcam

Ein erstes GoPro-Modell lässt sich jetzt als Webcam für Videokonferenzen mit Diensten wie Zoom, Webex und FaceTime einsetzen – vorerst nur auf Macs.

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(Bild: GoPro-Video)

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Der US-Kamerahersteller GoPro baut die Funktionen seiner Action-Kameras aus: Nutzer können ihre GoPro dadurch im Zusammenspiel mit einem Desktop-Computer als Webcam für Videokonferenzen und Live-Streaming einsetzen.

Der große Bildwinkel und die Möglichkeit, die GoPro flexibel zu positionieren, soll es ermöglichen, Videokonferenzen auch fernab des Schreibtischs durchzuführen, so der Hersteller.

Vorerst klappt das nur im Zusammenspiel mit einem Mac: Die GoPro Webcam Beta liegt in einer ersten Vorabversion für macOS vor, eine Windows-Version ist noch in Entwicklung. Auch auf der GoPro-Kamera muss eine Beta-Firmware installiert werden, um die neue Webcam-Funktion zu erhalten, hier wird bislang nur die Hero 8 Black unterstützt. "Mögliche zukünftige Modelle" sollen ebenfalls als Webcam dienen. Nach der Aktualisierung muss die Kamera per USB mit dem Mac verbunden werden und dient dort dann als 1080p- oder 720p-Webcam. Eine kabellose Verbindung ist nicht möglich.

Im Unterschied zur Mac-Integration von Canons EOS-Serie soll die Hero 8 Black nicht auf Videokonferenzen im Browser beschränkt bleiben, sondern auch die Desktop-Versionen von unter anderem Zoom, Skype, Google Meet, GoTo Meeting sowie Apple FaceTime unterstützen, wie GoPro betonte. Webex und YouTube-Live lassen sich im Browser Google Chrome mit der Webcam verwenden.

Das Sichtfeld lässt sich vorerst noch nicht anpassen, merkt GoPro an, die Webcam dürfte also für den typischen Fischaugeneffekt sorgen. Man wolle in Zukunft aber ermöglichen, eine anderes "digitales Objektiv" auszuwählen, so der Kamerahersteller.

Apples in den dünnen Display-Deckel von MacBooks integrierte Webcam unterstützt selbst bei den neuesten und Spitzenmodellen maximal 720p, auch die Bildqualität sorgt seit langem für Kritik. Mit der Verwendung einer digitalen Spiegelreflexkamera oder Action-Kamera erhalten Nutzer eine deutlich bessere Option als Webcam. Nach Canon hat nun auch Fujifilm seine Webcam-Software für macOS veröffentlicht, die Kameras der X- und GFX-Serie unterstützt – allerdings nur für Videodienste im Browser.

(lbe)