Ade iOS 14: Apple hat Sicherheits-Support offenbar längst eingestellt

Schwere Sicherheitslücken sollen in iOS 14 wohl nicht mehr gestopft werden, es bleibt nur das Update auf iOS 15. Apples vage Strategie sorgt für Verärgerung.

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(Bild: Mark_KA/Shutterstock.com)

Von
  • Leo Becker

Apples Versprechen einer zweigleisigen Update-Strategie währte ganz offensichtlich nur kurz: Die im vergangenen Oktober veröffentlichte Version 14.8.1 scheint die einzige und zugleich letzte Sicherheitsaktualisierung für iOS 14 gewesen zu sein. Gegenüber Ars Technica hat Apple nun bestätigt, dass iOS 14 keine weiteren Updates mehr erhält. Wer die neuesten Sicherheits-Patches wolle, müsse auf iOS 15 umsteigen.

Parallel zur Ankündigung von iOS 15 hatte Apple im vergangenen Jahr erstmals eine zweigleisige Update-Strategie in Aussicht gestellt: Man könne wahlweise auf iOS 15 aktualisieren oder iOS 14 weiter nutzen und "trotzdem wichtige Sicherheitsupdates" erhalten, verzeichnet das Unternehmen bis heute auf der Produktseite.

Bei den versprochenen Sicherheits-Updates für iOS 14 habe es sich von Anfang an nur um eine temporäre Maßnahme gehandelt, betonte der Hersteller jetzt gegenüber Ars. Apple verweist auf ein im vergangenen Herbst veröffentlichtes Support-Dokument, in dem darauf hingewiesen wird, dass iOS und iPadOS 14 nur "für einen gewissen Zeitraum" wichtige Sicherheits-Updates erhalten. Eine klare Angabe zur Länge dieses Zeitraums oder dem geplanten Support für iOS 14 hat Apple nie gemacht.

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Für Kunden ist die mangelnde Information über den Support-Zeitraum der Betriebssysteme zunehmend frustrierend. Immerhin ist es auf allen iPhones und iPads, auf denen iOS respektive iPadOS 14 läuft, möglich, auch Version 15 einzuspielen. Ob künftig noch weitere Sicherheits-Updates für iOS 12 – und damit iPhone 6 und 5s – geplant sind, bleibt unklar.

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Bei seinem Desktop-Betriebssystem versorgt Apple gewöhnlich die beiden vorausgehenden macOS-Versionen weiter mit Sicherheits-Updates, einen genau fixierten Zeitrahmen für die Updates ältere Systeme gibt es aber auch hier nicht. Zudem werden nicht alle Schwachstellen in den älteren Versionen der Apple-Betriebssysteme behoben, diesen Umstand nutzten Angreifer bereits aktiv aus, um gezielte Angriffe auf Mac-Nutzer durchzuführen.

(lbe)