Admin-Werkzeug Webmin: Release 2.0 erscheint mit fünf Jahren Verspätung

Webmin 2.0 bringt einige Verbesserungen des Browser-basierten Open-Source-Tools. Der 2016 angedeutete Paradigmenwechsel bleibt aber aus.

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Von
  • Jonas Volkert

Die freie Serververwaltungssoftware Webmin ist in Version 2.0 erschienen. Das hat Chefentwickler Jamie Cameron unter anderem bei GitHub verkündet. Das Open-Source-Tool erlaubt die Administration ganzer Linux- und Unix-Server oder bestimmter Dienste über eine Weboberfläche.

Webmin 2.0 widmet sich hauptsächlich der Instandhaltung des Browser-basierten Linux-Admin-Tools. Unter anderem erzwingt es nun HTTP Strict Transport Security (HSTS)-Richtlinien, wenn SSL aktiviert ist. Außerdem habe man die Umleitung von HTTP auf HTTPS verbessert, schreiben die Entwickler im vollen Change-Log auf ihrer Webseite.

Auf systemd-basierte Betriebssystemen können zudem mehrere Webmin-Versionen gleichzeitig betrieben werden. Zudem wurden die Themes überarbeitet und eine Temperatur-Anzeige für AMD-Prozessoren eingebaut.

In der bereits 2016 veröffentlichten "Webmin 2.0 development road map" dachten die Entwickler noch über grundlegendere Veränderungen nach. Damals kündigten sie außerdem an, künftig jährlich neue Major-Releases veröffentlichen zu wollen, das aber nur schaffen zu können, wenn sie mehr Unterstützung aus der Entwickler-Community bekämen. In den sechs Jahren seitdem erschienen dann aber nur Minor-Releases.

Webmin ist weitgehend in Perl geschrieben und steht unter der BSD-Lizenz. Bereits 1997 erschien Webmin 0.1, Release 1.0 folgte fünf Jahre später im September 2002. Fast genau 20 Jahre darauf erscheint nun Webmin 2.0. Der Quellcode steht bei Github zur Verfügung. Im Laufe seiner Entwicklung machten bis in die jüngste Zeit hinein immer wieder Sicherheitslücken in Webmin Schlagzeilen.

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(jvo)