Adobe Creative Cloud: Online-Teamarbeit mit Premiere Pro

Über Frame.io können Teams Videodateien in Premiere Pro online kommentieren. After Effects soll auf M1-Macs deutlich schneller laufen.

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Über "Auto Color" korrigiert Premiere Pro Farbfehler, Belichtung, Kontrast und Farbtemperatur auf Grundlage maschinellen Lernens.

Von
  • André Kramer

Videonutzer der Adobe Creative Cloud sollen über eine Integration der Cloudanwendung Frame.io Bewegtbilder in Echtzeit überprüfen und freigeben können. Frame.io steht als Palette in aktuellen Versionen von Premiere Pro und After Effects zur Verfügung. Im Rahmen eines CC-Abos können Nutzer bis zu fünf Projekte auf insgesamt 100 GByte Frame.io-Cloud-Speicher verwalten, der unabhängig vom übrigen Creative-Cloud-Speicher ist.

In Premiere Pro kann man über die Funktion "Camera to Cloud" in der Frame.io-Palette Videoaufnahmen direkt online mit Teammitgliedern austauschen. An wählbaren Punkten in der Zeitleiste können diese Notizen hinzufügen, die im Vorschaufenster und als Liste in der Frame.io-Palette erscheinen.

In der Frame.io-Palette können Nutzer von Premiere Pro und After Effects über die Cloud Videoprojekte kommentieren.

Das Videoschnittprogramm Premiere Pro hat darüber hinaus einen neuen Workflow sowohl für den Import als auch für den Export erhalten. Eine neue Kopfzeile in Premiere Pro zeigt nun nur noch die drei Arbeitsbereiche Import, Edit und Export. Die bisherigen Workspaces sind in einem Dropdown-Menü in der rechten oberen Ecke verschwunden.

Über ein aufgeräumtes Importfenster kann man verschiedene Bereiche sowohl auf lokalen Speichermedien als auch aus externen Geräten und im Netzwerk zusammenfassen. Nach Auswahl einer Reihe Videoclips genügt ein Druck auf "Create", um diese in ein neues Premiere-Pro-Projekt zu übertragen.

Die Oberfläche von Premiere Pro teilt sich jetzt in die drei Modi Import (wie hier), Edit und Export.

Im Exportbereich kann man beliebige Export-Einstellungen inklusive H.265-Codierung wählen und sich die Ausgabedatei im Vollbild ansehen. Außerdem hält das Exportfenster Uploaddialoge für YouTube, Vimeo, Twitter, Facebook, Behance, die Creative Cloud und FTP-Server vor.

Die künstliche Intelligenz Adobe Sensei wurde um die Funktion Auto Color ergänzt. Sie korrigiert Farbfehler, Belichtung, Kontrast und Farbtemperatur auf Grundlage maschinellen Lernens. Ein Intensitätsregler nimmt die Auto-Einstellungen graduell zurück, falls die grundsätzliche Richtung gefällt, aber zu dominant wirkt. Darüber hinaus verspricht Adobe Leistungsverbesserungen und neue Adobe-Stock-Vorlagen in 4K-Auflösung.

Der Exportmodus enthält auch Uploaddialoge unter anderem für YouTube, Vimeo, Twitter und Facebook.

Seit einem Jahr läuft Premiere Pro nativ auf Geräten mit Apples M1-Prozessorarchitektur. Jetzt betrifft dies auch After Effects. Das Programm soll auf Macs mit M1-Prozessoren signifikant schneller starten und rendern. Auch das Freistellwerkzeug RotoBrush 2 soll von der M1-Unterstützung profitieren.

Die KI hinter Adobe Sensei erkennt bearbeitete Szenen und legt Clips bei jedem erkannten Schnitt auf separate Ebenen. Die 3D-Umgebung blendet jetzt das Ausgabefenster ein, sodass sich 2D-Grafiken, beispielsweise aus Illustrator, passgenau integrieren lassen.

After Effects CC trennt fertig geschnittene Videos über "Scene Detection" automatisch wieder in einzelne Clips.

Die Updates für Premiere Pro und After Effects stehen ab sofort für Creative-Cloud-Kunden zum Download zur Verfügung. Frame.io ist im Update in beide Anwendungen integriert. Im Web kann man sich unter Frame.io mit einer Adobe-ID anmelden.

Die Anwendungen gibt es ausschließlich im Abo. Ein vollständiges Creative-Cloud-Abo kostet 59,49 Euro pro Monat. Einzelanwendungen sind für 23,79 Euro monatlich zu haben. (akr)