zurück zum Artikel

Adobe Creative Cloud: Updates für Photoshop und Lightroom

Adobe Creative Cloud: Updates für Photoshop und Lightroom

Die Bedienoberfläche von Adobe Camera Raw ähnelt jetzt Lightroom CC.

Adobe widmet sich im Juni-Update für die Creative Cloud dem Raw-Import-Plug-in Camera Raw. Photoshop bekommt außerdem weitere Unterstützung beim Freistellen.

Bei der Adobe Creative Cloud steht mal wieder das Thema Bildbearbeitung im Mittelpunkt. Im Vorfeld hatte Adobe bereits die Smartphone-App Photoshop Camera vorgestellt [1], die Schnappschüsse mit Effekten versieht und bei schnellen Montagen hilft. Die Profi-Anwendungen Photoshop CC und Lightroom CC sowie Lightroom Classic CC bekommen nun Updates, die die Produktivität erhöhen, aber auch neue Funktionen ergänzen.

Photoshop CC kennt bereits eine Freistellfunktion, die ein Motiv mit einem Klick vom Hintergrund befreit. Das funktioniert besonders gut bei unscharfem Hintergrund. Nun ist eine Option hinzugekommen, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz Personen in Porträtaufnahmen freistellt. Dazu soll ebenfalls ein Mausklick genügen. Dabei geht die Technik über Gesichtserkennung hinaus: Die bisher verfügbare Objektauswahl konnte Haare nicht ausreichend sauber freistellen. Das soll sich mit der neuen KI-Technik ändern.

Photoshop CC stellt Porträts nach einem Klick frei und kümmert sich dabei vor allem um Haare.

Photoshop CC stellt Porträts nach einem Klick frei und kümmert sich dabei vor allem um Haare.

Ein Relikt aus der Frühgeschichte von Photoshop ist die Musterüberlagerung. Solche Muster lassen sich nun rotieren, beispielsweise um sie im Rahmen eines Texteffekts günstiger zu positionieren. In einem PSD-Dokument verwendete Adobe Fonts synchronisiert Photoshop CC mittlerweile automatisch.

Das Raw-Import-Plug-in Adobe Camera Raw kommt mit vollständig überarbeiteter Bedienoberfläche. Sie sortiert die Regler zur Raw-Bearbeitung nicht mehr wie bisher in Karteireitern, sondern in einer ausklappbaren Palettenansicht. Damit orientiert sie sich am Raw-Entwickler Lightroom CC, den Adobe seit Herbst 2017 völlig neu aufgebaut hat [2]. Wie in Lightroom Classic CC und Lightroom CC lassen sich einzelne Paletten deaktivieren.

In Lightroom CC und Lightroom Classic CC lässt sich nun auch der Tonwert (Hue) selektiv über Masken ändern. Vor allem für die Porträtbearbeitung ist diese Funktion interessant, um Hauttöne gezielt zu ändern oder von der Bearbeitung auszunehmen. Lightroom CC kann nun wie das Vorbild Lightroom Classic mehrere Versionen eines Raw-Fotos anlegen. Die Funktion ähnelt eher den Schnappschüssen in Lightroom Classic als den virtuellen Kopien. Die Versionen synchronisiert Lightroom wie alle Raw-Fotos auch mit der Creative Cloud.

Die Optionen, in Lightroom CC Wasserzeichen hinzuzufügen, hat Adobe erweitert. So lassen sich überlagernde Grafiken nun skalieren und benutzerdefiniert platzieren. Lightroom Classic CC soll schneller arbeiten als bisher. Die iPad-Version von Photoshop CC tauscht Dokumente künftig nahtlos mit Lightroom CC aus.

Photoshop for iPad tauscht Bilder jetzt mit Lightroom CC aus.

Photoshop for iPad tauscht Bilder jetzt mit Lightroom CC aus.

Creative-Cloud-Bibliotheken lassen sich nun auch in Adobe Spark nutzen. Wie Photoshop speichert jetzt Adobe Illustrator Dokumente auf Wunsch direkt in der Cloud. In InDesign CC lassen sich Dokumente mit anderen Nutzern teilen, um beispielsweise von Art-Direktion oder Kunden Kommentare einzuholen.

Die Updates für Photoshop, Lightroom, Illustrator und InDesign stehen ab sofort für Windows und macOS zur Verfügung. Ein vollständiges Abo der Creative Cloud kostet für Einzelanwender 59,49 Euro im Monat. Photoshop CC und Lightroom CC sowie Lightroom Classic CC bietet Adobe außerdem im Foto-Abo für 11,89 Euro monatlich an. (akr [3])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-4784922

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Adobe-Photoshop-Camera-Instant-Foto-Effekte-aus-dem-Smartphone-4783676.html
[2] https://www.heise.de/meldung/Adobe-erfindet-Lightroom-neu-3862792.html
[3] mailto:akr@ct.de