Adobe mahnt auf Download-Seite: Flash-Support bald zu Ende

Adobe warnt jetzt direkt, dass der Support für Flash Ende des Jahres eingestellt wird.

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Von
  • Eva-Maria Weiß

Adobe weist nun direkt auf der Seite für den Flash-Download darauf hin, dass der Support für den Flash-Player bald eingestellt wird. Am 31. Dezember 2020 ist endgültig Schluss, dann gibt es keine Updates und keine Patches mehr. Dann lassen sich auch keine älteren Versionen mehr herunterladen; vor Drittanbieter-Angeboten warnt Adobe, da sie nicht autorisiert sind und ein Einfallstor für Schadcode sein können. Der Hinweis ist auch mit einem Link versehen, der zu weiterführenden End-of-Life(EOL)-Infos führt.

Bereits 2017 hatte Adobe angekündigt, Flash einzudampfen. Dies wurde nun durch den Hinweis auf der Download-Seite nochmal bestätigt. Über das Ende habe Adobe sich mit anderen Technik-Partnern wie Facebook, Microsoft, Apple und Mozilla verständigt. Offene Standards, darunter HTML5, WebGL und WebAssembly, hätten sich als Alternative für das Flash-Plugin durchgesetzt. Mit der frühzeitigen Erklärung zum EOL sollen Entwickler, Designer und andere Nutzer die Möglichkeit haben, in Ruhe ihre Multimedia-Inhalte, die noch via Flash-Player ausgeliefert wurden, zu ersetzen.

Flash gilt nicht nur als veraltet, sondern auch als unsicher, die Schnittstelle haben in den Jahren zahlreiche Angreifer ausnutzen können. Vergangenes Jahr gab es noch ein Update für Flash, mit dem zwei Sicherheitslücken gefixt wurden – beide galten als kritisch, da durch sie Schadcode eingeschleust werden konnte, mit dem Angreifer die Rechte des Opfers bekamen, im Zweifel also vollen Zugriff.

Browser-Anbieter haben teilweise ohnehin schon reagiert. Mozilla erklärte Anfang 2019, in der Firefox-Version 69 werde das Plugin standardmäßig deaktiviert. Apple hat den Flash-Support für Safari ebenfalls Anfang dieses Jahres beendet. Das Plugin lässt sich dort nicht mehr installieren.

Dass Flash langsam an Beliebtheit einbüßte, lag nicht zuletzt an Apples früherem Chef Steve Jobs, der das Plugin von vorneherein nicht für iPhones und iPads zuließ. Dabei gab es Zeiten, in denen dank Flash interaktive Inhalte überhaupt erst im Internet Verbreitung fanden.

(emw)